Herausfordernd erlebtes Verhalten aus systemischer Perspektive
Sichtweisen und Impulse für die Kita (Teil 1). Erzieherinnen und Erzieher erleben in ihrer täglichen Arbeit häufig Verhaltensweisen von Kindern, die sie auf unterschiedliche Weise herausfordern. Ein Kind ist außer sich. Es schreit, schlägt ein anderes Kind und wirft mit Stiften und allem, was es sonst noch auf dem Maltisch zu greifen bekommt. Zusprache und Ermahnungen bleiben wirkungslos. Was nun?
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Quelle: KiTa aktuell NRW 3/2026, S. 11f.
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Kommentare (1)
Da herausforderndes Verhalten immer mit herausfordernden Situationen für das Kind und zugleich für die Fachkraft in einer direkten Verbindung steht, muss diese Vernetzung auch stets bei einer Ursachenanalyse und einem Problemlösungsversuch beachtet werden, sind es doch Beziehungsnöte, Bedrohungsängste, Auslieferungs- oder Ohnmachtserlebnisse bzw. Trennungserfahrungen, die Kinder in vulnerable Erlebnissituationen hineindrängen. Diese systemische Betrachtungsweise bleibt in der elementarpädagogischen Praxis leider immer noch sehr häufig unbeachtet und so ist es sehr zu begrüßen, dass dieser Fachbeitrag diesen wichtigen Aspekt einer systemischen Einschätzung auf den Punkt bringt. Nun muss diese Erkenntnis und professionell gesteuerte Betrachtungsweise auch dazu führen, dass sowohl die Mitarbeiter*innen in den Kitas solche Situationen aus einem systemischen Blickwinkel erfassen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die hintergründigen Vulnerabilitäten nachhaltig aufgelöst werden. Ebenso muss diese systemische Perspektive ein fester Bestandteil der Ausbildung elementarpädagogischer Fachkräfte sein, um endlich von einer symptombasierten 'Einzelfalletikettierung des Kindes' Abschied zu nehmen! Es lohnt sich daher unbedingt, diesen sehr gelungenen Fachbeitrag in Teamsitzungen und im Ausbildungsunterricht zu nutzen.