Hortplätze - Neues Volksbegehren in Berlin?
In Berlin hat der Landeselternausschuss eine Initiative für mehr Hortplätze gestartet. Der Hort ist - selbst in Berlin - schon lange ein Streitpunkt, weil nur diejenigen Kinder einen Anspruch auf einen Hortplatz haben, deren Eltern berufstätig sind. Dieses Bedarfsprinzip wird von der Initiative in Frage gestellt. Eigentlicher Kernpunkt sind allerdings die Hortplätze für die Fünft- und SechstklässlerInnen. Denn in Berlin gehen die meisten Kinder auf die sechsjährige Grundschule, und der Anspruch auf einen Hortplatz endet derzeit mit der vierten Klasse. Die Initiative will auch den Kindern der fünften und sechsten Klasse den Hortbesuch ermöglichen, was mehr Hortplätze erfordert. Auch ein subventioniertes Mittagessen für alle Kinder wird verlangt, sowie ein besserer Personalschlüssel. Derzeit hat eine Erieherin 22 Kinder zu betreuen, gefordert wird ein Schlüssel von 1 : 16.Die bisherigen Verhandlungen der Initiative mit dem rot-roten Senat sind gescheitert. Nun steht ein Volksbegehren an.
Diese Informationen entnehmen wir der taz vom 10. Juni, S. 21.

