mehrere Kinder

Junge Eltern vermeiden Konflikte mir ihren Kindern

11.08.2010 Kommentare (0)

 

Mit der “peb-Studie Junge Eltern“ untersuchte die Plattform Ernährung und Bewegung e.V (peb) die Einflussfaktoren für das Ernährungs- und Bewegungsverhalten junger Familien in der frühen Phase der Kindheit. Damit beleuchtet die peb-Studie Motive, Hinderungsgründe und Voraussetzungen für gesundheitsorientiertes Verhalten in jungen Familien und liefert neue Erkenntnisse zur Prävention von Übergewicht.

Im Auftrag von peb wurden für die Studie, die mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gefördert wurde, insgesamt 330 Eltern von Kindern im Alter von 0-3 Jahren durch rheingold, Institut für morphologische Marktforschung, befragt. Eltern machen ihren Kindern nur wenige Vorgaben – und das Essen wird zur Verhandlungssache, bei der zwischen Eltern und Kindern ausgehandelt wird, was, wann, wie oft und wie viel gegessen wird. So gestehen sich 42 Prozent der Eltern ein, dass es Ihnen schwer fällt, sich den Wünschen ihrer Kinder zu widersetzen. Elternaussagen aus den Interviews der peb- Studie wie „Ich musste als Kind immer essen, was auf den Tisch kam. (…) Ich möchte meinen Sohn nicht einengen.“ und „Es ist viel zu schwierig, streng zu sein, wenn er mich mit seinen süßen Augen anguckt.“ zeigen, wie schwer es den Eltern fällt, feste Regeln aufzustellen und durchzusetzen.

Viele junge Eltern versuchen, durch Medienkonsum und Lebensmittel außerhalb der Mahlzeiten ihre Kinder ruhig zu stellen, um Konflikte mit ihren Kindern zu vermeiden oder sie zu lösen. Zum Teil werden Kinder bei jeder kleinsten Unlustäußerung (wie Langeweile, Kummer o. ä.) durch Essen, Trinken oder den Fernseher ruhig gestellt. Dies ist vor allem auf den Anspruch der Eltern zurückzuführen, das Kind solle immer glücklich und zufrieden sein. So stimmen 63 Prozent der Eltern der Aussage zu, trotz einigermaßen fest geplanter Mahlzeiten ihrem Kind auch zwischen den Mahlzeiten etwas zu essen zu geben, wenn es danach verlangt. Im Interview erklärt die Mutter einer Tochter hierzu: „Zu Beginn hat sie mal aus Hunger geschrieen. Dem beuge ich jetzt vor. Zur Not mit Keksen und Waffeln zwischendurch, wenn sie das Essen nicht geschafft hat.“

 

Weitere Informationen zur peb-Studie „Junge Eltern“ finden Sie unter www.pebonline.de

Quelle: Presseerklärung der Plattform Ernährung und Bewegung e.V.

 

 

 

Ihre Meinung ist gefragt!

Kommentar schreiben




Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.


Bitte schreiben Sie freundlich und sachlich. Ihr Kommentar wird erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet.





Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Hinweise zum Datenschutz finden Sie im Impressum.