mehrere Kinder

Jungen sind von Anfang an empfindlicher als Mädchen

04.12.2014 Kommentare (1)

Dass Männer als das starke Geschlecht bezeichnet wurden, ist, biologisch gesehen, ein Gerücht.

Schon im Mutterleib reagieren Jungen empfindlicher auf Hormonschwankungen, Nahrungsgmangel und Stress der Mutter. Sie sterben daher häufiger im Mutterleib als weibliche Föten. Man spricht dann von Totgeburten. ÄrztInnen von der Universität Exeter haben Daten von mehr als 30 Millionen Schwangerschaften ausgewertet. Ihre Ergebnisse besagen, dass auf 1000 Geburten 6,23 männliche und 5,74 weibliche Totgeburten kommen. Hochgerechnet bedeuten diese Daten, dass weltweit 100000 mehr männliche Babies Totgeburten zum Opfer fallen als weibliche. Die Unterschiede sind weltweit zu beobachten, außer in China und Indien, wo die Rate der weiblichen Totgeburten durch gezielte Abtreibung nach oben schnellt.

Alle Angaben aus dem Artikel von Werner Bartens in der SZ vom 27.11.

 

 

 

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Kommentare (1)

Dagmar Collinet 27 Januar 2022, 09:02

Sehr geehrtes Team, ihren Artikel halte ich für äußerst wichtig, fällt es Eltern zu wenig auf, dass ihre Jungen genauso wie Mädchen ihre Emotionen regulieren dürfen und vor allem in der Familie zu wenig über dieses essentielle Thema gesprochen wird? Gefühlsregulation bei Jungen sorgt für ein stabiles Selbstwertgefühl. Ich arbeite in der Kernzeitbetreuung und beobachte gerade bei den Draußen-Spielen, wie schwer sich Jungen damit tun, ihre momentanen Gefühle zu erkennen und zu regulieren, auch höre ich viele Kraftausdrücke, die mich nachdenklich machen. Kinder in der Kernzeit sind oft bis um 17 Uhr da, was passiert dann zu Hause? Welche Rolle übernehmen dann die Eltern? Spüren sie was ihr Junge braucht oder nehmen sie das Verhalten zu wenig wahr? Jeder Junge hat das Recht auf Zugehörigkeit und Außenseiter können Eltern durch entsprechende offene Kommunikation und aktive Teilhabe zeitnah verhindern, was, wenn Eltern ihre eigene Geschichte oft noch nicht abgeschlossen haben und Kinder (so nebenbei) bekommen haben? Kinder brauchen Eltern die ihren zuhören die sich mit ihnen auseinandersetzen, die sie nicht wegschieben. Auch in der HA-Betreuung fällt mir die Antriebsschwäche bei den Jungen auf - ADS oder AD(H) S ist nicht immer so leicht festzustellen und eher die Aufgabe der Lehrenden. Jungen sind emotionaler - das ist ok, doch es braucht Eltern und Pädagogen die dies erkennen müssen und sie unterstützen, damit sie alle Gefühle verträglich zeigen können.

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