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Kinder und Medienhelden: „Ich will sein wie Thomas Müller!“

16.06.2016 Kommentare (0)

Gerade zur Fußball-EM sind die Fußballstars in allen Medien und dienen vielen Kindern als Idol. Eltern können oft viel über ihr Kind erfahren, wenn sie darauf achten, welche Idole bei ihrem Kind gerade angesagt sind und warum, meint „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“, der Medienratgeber für Familien.

Kinder und Jugendliche orientieren sich oft an Vorbildern aus den Medien. Zur EM-Zeit sind gerade Fußballstars wie Thomas Müller, Mario Götze und Mesut Özil oder auch Cristiano Ronaldo ständig präsent: im Fernsehen, im Internet, auf Fanseiten in sozialen Netzwerken und in der Presse. Es gibt sie auf Plakaten, als Aufsteller und Sammelbilder oder in Computerspielen. 

Über Vorbilder sprechen 
„Kinder brauchen positive und altersgerechte Orientierungshilfen beim Heranwachsen und Erlernen sozialer Kompetenzen. Idole aus der Sport- und Medienwelt helfen den Kindern mit Stärke, Fantasie und Humor beim Großwerden, sollten aber nicht die wichtigsten Bezugspunkte sein“, so Kristin Langer, SCHAU HIN!-Mediencoach. Interessant ist für Eltern, warum Kinder bestimmte Vorbilder haben. Die Wahl des Vorbilds hängt stark vom Alter der Kinder, ihren Vorlieben, ihrem Umfeld und vom Zeitgeist ab. Medienhelden sind für Kinder interessant, wenn diese auch bei ihren Freunden beliebt sind, man sich etwas von ihnen abschauen oder diese für ihren Ruhm bewundern kann.

Rolle der Idole verstehen
Erst ab etwa zehn Jahren beginnen sich Kinder an realen Menschen in den Medien zu orientieren. Mädchen schwärmen meist eher für Musik- und Film-Stars wie Justin Bieber, Jungen haben häufig Sportidole. Gerade sportbegeisterte Kinder sind zur Fußball-EM motiviert, sich intensiver mit dem Geschehen auseinanderzusetzen und freuen sich, dass sie mitreden können. Sie fiebern mit ihren Vorbildern mit, achten aber nicht nur auf die sportlichen Fähigkeiten, sondern auf die charakterlichen Eigenschaften, etwa das Verhalten gegenüber Mitspielern und dem Trainer. Besonders beeindrucken Charisma und der Wille zum Erfolg. Doch es gibt auch Kritik, wenn Leistung oder Teamgeist zu wünschen übrig lassen, Sportler eingebildet wirken oder sich aggressiv verhalten. 

Image und Inszenierung hinterfragen
Eltern können sie dabei unterstützen, indem sie mit ihnen über Vorbilder und deren Image in den Medien sprechen und sie dazu animieren, deren Inszenierung in sozialen Medien und Vermarktung über Werbung kritisch zu betrachten. Wichtige Denkanstöße sind, sich in die Medienhelden hineinzuversetzen: Welche Anforderung bedeutet das für die Sportler, was erwarten die Zuschauer? Wie genau werden Fußballer und Trainer beobachtet, welche Privatsphäre bleibt ihnen? Welche Rolle spielen dabei die Medien und wie präsentieren sie Helden und Verlierer? Wie funktionieren Fußballstars als Werbe- und Imageträger für Marken?

Eigenen Weg finden
Die Orientierung an Idolen kann sich positiv auf die Entwicklung von Heranwachsen auswirken, indem sie lernen, dass man durch eigene Leistung etwas erreichen kann. Wichtig ist nur, dass sie sich von ihnen nicht einschüchtern lassen oder ihrem Vorbild zu sehr nacheifern, etwa was das Äußere betrifft. Doch wichtiger als die Markenkleidung und Frisur der Stars ist das eigene Selbstvertrauen und das Selbstvertrauen, seinen eigenen Weg zu finden.

Selbst Sport treiben
Eltern können ihr Kind dabei bestärken, Sport im Fernsehen auch als Motivation und Anregung für eigene sportliche Aktivitäten zu nehmen, auch um einen gesunden Ausgleich zu schaffen. Wenn sie selbst Fußball spielen oder anderen Sport im Verein ausüben, lernen sie viel über Sozialverhalten, sich in einer Gruppe einzufinden, gemeinsame Ziele zu verfolgen, Herausforderungen zu meistern, mit Niederlagen umzugehen und Erfolge zu feiern, also ihr eigener Held zu sein.

Weitere Tipps finden Eltern auf www.schau-hin.info. Informationen zu „Sport auf Sendung“ bietet der Programmratgeber Flimmo (www.flimmo.tv). Infos, Bastelvorlagen und Aktionen für Kinder zur EM gibt es auf www.em2016.sportspatz.dewww.klassewasser.dewww.kinder-ministerium.de.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

 Quelle: Pressemitteilung SCHAU HIN!

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