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Kindergärten und Schulen müssen auch bei zunehmenden Einschränkungen offenbleiben!

17.11.2020 Kommentare (3)

Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) begrüßt die Entscheidung der Bundes- und Landesregierungen, Kindergärten und Schulen von den jüngsten Schließungsmaßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Pandemie auszunehmen, um weitere Folgeschäden bei Kindern und Jugendlichen zu vermeiden.

Die Bundesregierung und die Bundesländer haben massive Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens zur Bekämpfung der außer Kontrolle geratenen SARS-CoV-2 Pandemie in Deutschland beschlossen, die ab 2. November 2020 greifen sollen, vermutlich für die Dauer von vier Wochen.

Von den Einschränkungen sind Kindergärten und Schulen ausgenommen. Die Begründung hierfür liegt darin, dass Kinder für die Epidemiologie der Erkrankung, also für die Weiterverbreitung des Virus, eine untergeordnete Rolle spielen. Zudem hat sich gezeigt, dass unter Beachtung entsprechender Hygienemaßnahmen in Kindergärten und Schulen zwar immer wieder einzelne Infektionen auftreten können, es jedoch bisher nicht zu flächenhaften Ausbreitungen in den Gemeinschaftseinrichtungen gekommen ist. Diese hygienischen Maßnahmen, die im Wesentlichen auf den Empfehlungen der pädiatrischen Fachgesellschaften und der Gesellschaft für Krankenhaushygiene basieren, müssen weiterhin konsequent fortgesetzt werden, um Kindergärten und Schulen tatsächlich weiter offen zu halten. Dazu ist eine gute Kooperation aller Beteiligten notwendig, also der Eltern, der Betreuer, der Lehrer und der Schüler, der Träger der Kindertagesstätten und Schulen sowie der zuständigen Gesundheitsämter.

Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, der Dachverband aller kinder- und jugendmedizinischen Gesellschaften und Verbände, begrüßt das Bekenntnis zum Offenhalten von Kindergärten und Schulen ausdrücklich und stellt heraus, dass dies auf einer seit dem Herbst immer besser werdenden wissenschaftlichen Basis erfolgt. Damit werden all die Folgeschäden und Nachteile vermieden, die sich für Kinder, Jugendliche und ihre Familien während des Lockdowns im Frühjahr dieses Jahres ergeben haben.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) vom 29. Oktober 2020

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Kommentare (3)

schwarzes Schaf 18 November 2020, 18:40

Einzelne Infektionen in Kitas und Schulen??? Dass ich nicht lache! Es steht doch längst fest, dass Kinder und Jugendliche spätestens ab zehn Jahren ähnlich infektiös sind wie Erwachsene. Nur wird in Schulen kaum getestet. Oft werden nur die Sitznachbarn in Quarantäne geschickt. Wie praktisch, dass man in diesem Alter meist symptomlos infiziert ist. Erst wenn die Eltern infiziert sind, werden die Kinder getestet - deren Ergebnisse dann längst wieder negativ sind....

Tests an Schulen kann keiner wollen. Dann würde man ja Dinge erfahren, die man gar nicht wissen will...

Angelika Mauel 18 November 2020, 10:31

Ich bin 60 Jahre alt und habe jahrelang als Springerin gearbeitet. In diesem Herbst hatte ich geplant, eine feste Stelle als Schulbegleitung anzunehmen. Aber solange Erzieherinnen weiterhin wie Manövriermasse behandelt werden, lasse ich es bleiben. Während meiner Ausbildung haben einige Mitschülerinnen dafür gesorgt, dass ein Kinderarzt oder eine Kinderärztin zum Elternabend in den Kindergarten kam. Sachlich wurde den Eltern einiges erklärt, was ihnen verdeutlicht hat, dass kranke Kinder nicht in den Kindergarten gehören. Heute sorgen Ärzteverbände stattdessen dafür, dass Eltern ihre kranken Kinder nicht auf Anruf abholen werden.

Wie viele Verbände werden wohl noch eifrig dazu beitragen, dass die Betreuungsbedingungen und Arbeitsbedingungen in Kitas nicht besser sondern schlechter werden?
Besonders unangenehm finde ich die Erklärung des Deutschen Kinderschutzbundes angesichts der steigenden Fallzahlen: https://www.sozial.de/hilgers-warnt-vor-erneuten-schul-und-kita-schliessungen.html?fbclid=IwAR0zcWQel6ZKw8Oq7mNJvmrsya9qKuBgT80ZKfCfMJYGbc1rTvcWg1-nUsg

Heike Schmidt 17 November 2020, 17:49

Ich bin 61 Jahre alt und arbeite in einer Kita und ich fühle mich gegen corona völlig ungeschützt. Aber das scheint niemanden zu interessieren

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