ErzieherIn.de
mehrere Kinder

Kinderschutzbund fordert noch mehr Anstrengungen im Bereich der Frühen Hilfen

25.09.2019 Kommentare (0)

Anlässlich der heute veröffentlichten Statistik zu den Jugendämtern gemeldeten Fällen mit Hinweisen auf eine Kindeswohlgefährdung in 2018 fordert der Kinderschutzbund weitere Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen im Bereich der Frühen Hilfen.
Gemeldet wurden den Jugendämtern 157.300 Verdachtsfälle im Jahr 2018. Davon wurde bei rund 50.400 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung festgestellt, was eine Zunahme von rund 4.700 Fällen gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Bestätigt sieht sich der Kinderschutzbund im Hinblick auf die Problematik der Kindesvernachlässigung. Bereits seit vielen Jahren weist er darauf hin, dass diese Form der passiven Gewalt zahlenmäßig das größte Gefährdungsproblem für Kinder darstellt. So setzte sich bei den Gefährdungsmeldungen auch 2018 der Trend fort, dass in ca. 60 Prozent der Fälle eine Kindesvernachlässigung die Ursache für die Gefährdungsmeldung ist. Es ist zu vermuten, dass die Sensibilität sowohl im Gesundheitsbereich wie in der Kinder- und Jugendhilfe, aber auch bei Bürger*innen für diese Gefährdungsform zugenommen hat. Je jünger die Kinder sind, desto größer ist das Risiko, Schaden zu nehmen, wenn elementare Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Die Zahlen belegen, dass im Bereich Kindesvernachlässigung die meisten Meldungen über Kinder im Alter bis drei Jahren erfolgten.
Heinz Hilgers, Präsident des Kinderschutzbundes fordert: „Es sind weitere Anstrengungen im Bereich der Frühen Hilfen zu unternehmen, um noch mehr Familien mit Säuglingen und Kleinkindern so früh wie möglich zu erreichen und ihnen angemessene Unterstützung zukommen zu lassen. So kann Fehlentwicklungen in Familien entgegengewirkt und Problemen frühzeitiger begegnet werden. Wichtig sind ausreichende Hilfe- und Unterstützungsangebote vor Ort, deren Inanspruchnahme den Familien in aktiver und zugehender Weise ermöglicht wird.“
Der Kinderschutzbund appelliert auch an Forschung und Wissenschaft, sich der Problematik der Kindesvernachlässigung stärker als bisher anzunehmen. Es braucht mehr Wissen über Risikofaktoren damit Frühe Hilfen punktgenauer ansetzen und entlasten können.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderschutzbundes vom 6.9.2019

Ihre Meinung ist gefragt!

Wir freuen uns über Kommentare.

Kommentare (0)


Kommentar schreiben



Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Erlaubte Tags: <strong><em><br>Kommentar hinzufügen:


Bitte schreiben Sie freundlich und sachlich. Ihr Kommentar wird erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet.




Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Hinweise zum Datenschutz finden Sie im Impressum.

ErzieherIn.de wird gefördert von:

Wehrfritz

Seit über 80 Jahren ist Wehrfritz Komplettausstatter für Krippen und Kindergärten. Das Sortiment umfasst innovative Möbel, Raumkonzepte, Außenspielgeräte, ausgewählte Spiel- und Lernmaterialien.
www.wehrfritz.de

Stellenmarkt

17.10.2019 Kinderbetreuer/in (m/w/d), Sankt Augustin
ORS Deutschland GmbH
16.10.2019 Krippenleitung (w/m/d), Jesteburg
Samtgemeinde Jesteburg
16.10.2019 Pädagogische Fachkräfte (m/w/d), Remseck am Neckar
Zweckverband Pattonville
weitere Stellen

Newsletter für Fachkräfte

Alle zwei Monate kostenlose Infos jetzt abonnieren.

Aktuelle Rezensionen

Buchcover

Susanne Viernickel, Anja Voss, Elvira Mauz: Arbeitsplatz Kita. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2017. 202 Seiten. ISBN 978-3-7799-3313-7.
Rezension lesen   Buch bestellen

Buchcover

Holger Brandes, Markus Andrä, Wenke Röseler u.a.: Macht das Geschlecht einen Unterschied? Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2016. 197 Seiten. ISBN 978-3-8474-0616-7.
Rezension lesen   Buch bestellen

weitere Rezensionen

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Feed Icon RSS-Feed abonnieren
RSS der Kommentare abonnieren

Feed Icon Folgen Sie uns auf Facebook

Nutzen Sie auch die Angebote unseres Herausgebers socialnet: