mehrere Kinder

Medikamente gegen ADHS sind das ganz große Geschäft

20.09.2010 Kommentare (1)

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die aufgrund der Diagnose ADHS Medikamente nehmen, ist im vergangenen Jahr weiter angestiegen, obwohl das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die Zulassung von Methylphenidat (Ritalin) im September 2009 eingeschränkt hatte. Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, ist der Verbrauch von Methylphenidat auf 1735 Kilogramm im Jahr 2009 gestiegen. Im Jahr 1993 lag die entsprechende Zahl noch bei lediglich 34 Kilogramm!

Der Neurobiologe Dawirs spricht in diesem Zusammenhang von "Hyperaktiven Weltentdeckern": "Nicht das Kind ist krank, sondern das System". Damit meint er u.a. die Pharma-Industrie.

Quelle: Newsletter des DBSH vom 13.9.2010

Anmerkung: Der DBSH beruft sich auf einen Artikel in der FR vom MAI (!) dieses Jahres, der leider nicht mehr im Netz zu finden ist. Wir fanden diese etwas veraltete Meldung jedoch so wichtig, dass wir sie Ihnen nicht vorenthalten wollten.

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Kommentare (1)

PippiLangstrumpf 26 September 2010, 02:22

Wie unglaublich naiv!
Angesichts der Millionen Präparate, die weltweit im Handel sind, um verschiedene Krankheitsbilder zu behandeln und zu lindern oder zu heilen, macht die Behandlung von ADHS mit MPH nur einen 0,0000x Prozentsatz im Geschäftsbericht diverser Pharmafirmen aus.

Bezeichnend ist auch, dass hier als Menge Kilogramm angegeben werden.

Würde mich interessieren, wieviel Kilogramm Insulin jährlich verkauft werden, oder wieviel Kilogramm Blutdrucksenker oder Antidepressiva!

Wer die Menge der verbrauchten Medikament nach verabreichten Kilogramms berechnet und verurteilt, hat das Problem in keinster Weise begriffen, noch trägt er damit zur Aufklärung bei!

Zum Vergleich: auch Medikamente bei einer Aids-Infektion sind in den letzten Jahren im Verbrauch kiloweise angestiegen.

Beweist das, dass die Prävention nichts nützt oder nicht eher, dass die Erkennungsmassnahmen früher greifen?

Aber eben, psychiatrische Krankheiten sind noch vielen suspekt, ist viel einfacher, die Probleme auf die Gesellschaft abzuschieben, als zu akzeptieren, dass es vielleicht doch organische Unstimmigkeiten gibt.

Pippi






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