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Mehr akademisch ausgebildete Fachkräfte für die Kita? Zahl der Absolventinnen kindheitspädagogischer Studiengänge steigt

13.01.2016 Kommentare (0)

2.019 Personen haben 2014 einen Bachelor-Studiengang der Kindheitspädagogik abgeschlossen, der für eine Tätigkeit in einer Kita qualifiziert. Das sind 23% mehr als im Vorjahr und rund 40 Mal so viele wie 2007, als die ersten Absolventinnen und Absolventen in Deutschland ihre Abschlussprüfungen in diesem Fach abgelegt haben. Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger stagnierte 2014 erstmalig im Vergleich zum Vorjahr bei 3.412. Diese Daten hat die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) 2015 im Rahmen ihres Studiengangsmonitorings erhoben, für das ein Mal pro Jahr die Leitungen aller kindheitspädagogischen Studiengänge in Deutschland befragt werden.

Ausbau der Hochschulstandorte mit kindheitspädagogischen Studiengängen stagniert

 „In den Jahren nach der Gründung des ersten kindheitspädagogischen Studiengangs war das Wachstum enorm. Seit 2011 stagniert der Ausbau der Hochschulstandorte“, erklärt WiFF-Referentin Bianca Reitzner und ergänzt: „Diese Entwicklung zeigt sich bereits bei den Zahlen der Anfängerinnen und Anfänger und wird sich mit Verzögerung auch auf die der Absolventinnen und Absolventen auswirken.“ 2014 gab es 71 Bachelor-Studiengänge an 52 Hochschulstandorten, mehr als drei Viertel davon an Fachhochschulen.

Kindheitspädagoginnen in Kitas nur schwach vertreten

Im Arbeitsfeld Kita hatte laut Kinder- und Jugendhilfestatistik 2014 nicht einmal 1% der Kita-Beschäftigten einen kindheitspädagogischen Studienabschluss. Insgesamt lag der Anteil der einschlägig akademisch qualifizierten Fachkräfte bei 5%. Der Großteil davon hat ein Studium der Sozialen Arbeit, der Sozialpädagogik oder der Erziehungswissenschaft abgeschlossen. In den übrigen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, wie zum Beispiel in der Kinder- und Jugendarbeit, in Heimen oder in der Erziehungsberatung, waren 2010 mit 39% deutlich mehr Beschäftigte akademisch qualifiziert. „Um mehr Kindheitspädagoginnen und -pädagogen für das Arbeitsfeld auszubilden, sind die Kapazitäten der Hochschulen bislang zu gering“, sagt Bianca Reitzner. 

WiFF-Studiengangsmonitoring

WiFF befragt jährlich die Leitungen aller kindheitspädagogischen Studiengänge in Deutschland. Erhoben werden die Zahlen der Anfängerinnen und Anfänger, der Absolventinnen und Absolventen sowie Informationen zu Organisation, Inhalten und Zugangsvoraussetzungen der Studiengänge. Die letzte Befragung fand im Sommer 2015 statt. Die Daten fließen sowohl in die WiFF-Studiengangsdatenbank als auch in das Fachkräftebarometer Frühe Bildung ein.

Fachkräftebarometer Frühe Bildung

Das Fachkräftebarometer Frühe Bildung beobachtet und analysiert die Entwicklung von Personal, Arbeitsmarkt, Erwerbssituation sowie Qualifizierung in der Frühpädagogik. Als Print-Publikation wurde es im November 2014 erstmals veröffentlicht und wird künftig alle zwei Jahre erscheinen. Die Website fachkraeftebarometer.de präsentiert neben ausgewählten Bundestrends die Entwicklungen in den Ländern. Darüber hinaus wird jeden Monat eine aktuelle Zahl vorgestellt, die die Analysen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung fortschreibt.

Über WiFF 

Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) ist ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Jugendinstituts e. V. und wird aus Mitteln des BMBF gefördert.

Quelle: Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte

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