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Studentin im Hörsaal

Minister Maas malt in der Kita

18.05.2017 Kommentare (1)

Vorstellung der Fortbildung „Papilio Integration“ im AWO Familienzentrum Brückenstraße Gelsenkirchen 

Augsburg/Gelsenkirchen, 02. Mai 2017. Der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas hat am Dienstag für mehr frühe Prävention in Kitas geworben. Anlass war die Vorstellung der neuen Fortbildung „Papilio Integration“ im AWO Familienzentrum (FZ) Brückenstraße Gelsenkirchen. Nach einer gemeinsamen Malaktion mit Kindern aus mehreren Nationen betonte er im Austausch mit Experten aus Kita-Praxis und Wissenschaft: „Kinder schon früh in ihrer Entwicklung zu fördern ist unverzichtbar. Gerade die Ausbildung sozial-emotionaler Kompetenzen bereits in der Kita ist ein wichtiger Baustein, um Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern, auch wenn sie negative Vorerfahrungen mitbringen.“ Maas ist auch Kuratoriumspräsident des Deutschen Forums für Kriminalprävention (DFK). Die Aktion mit Hautfarbenstiften aller Couleur legte das Augenmerk darauf, dass Kinder trotz aller schwierigen Erlebnisse, die sie unter Umständen auf der Flucht hatten, immer auch Kinder bleiben. 

Das Sozialunternehmen Papilio hat zusammen mit der Freien Universität Berlin die neue zweitägige Fortbildung „Papilio Integration“ entwickelt. Dr. Charlotte Peter, die wissenschaftliche Leiterin bei Papilio, erklärte: „Ein wichtiger Aspekt bei der Entwicklung war uns die Praxisnähe. Natürlich brauchen die Erzieherinnen auch theoretischen Hintergrund, aber von zentraler Bedeutung ist, dass sie Handlungssicherheit im Umgang mit den Kindern gewinnen, auch dann, wenn diese zum Beispiel traumatisiert sind.“

Um dies zu gewährleisten, wurden Experten aus der Praxis in die Entwicklung des Integrationsmoduls einbezogen, unter anderen Michael Wesseling, der Leiter des AWO FZ Brückenstraße, in dem Kinder mit sieben Nationalitäten betreut werden: „Die meisten Fachkräfte in den Kitas machen bereits vieles intuitiv richtig“, ist er überzeugt. „Denn auch wenn Kinder mit Fluchterfahrungen oft einen schwierigen Hintergrund haben, sie sind Kinder, die zum Glück noch nicht alles verstehen und ihre Fertigkeiten erst entwickeln. Sie lernen im Spiel, sie lernen im Miteinander. Das ist unsere große Chance in der Kita.“

Trotz der fachlichen Basis und Intuition, die Erzieherinnen für die Integration geflüchteter Kinder mitbringen, ist es wichtig, neue Projekte auch wissenschaftlich auf sichere Beine zu stellen. „Engagement allein reicht nicht“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Herbert Scheithauer von der Freien Universität Berlin. Der Entwicklungspsychologe und Präventionsfachmann betont: „Entwicklungsorientierte Prävention in der Kita ist deshalb so erfolgversprechend, weil wir Kinder, auch wenn sie negative Vorerfahrungen mitbringen, im Umgang mit Gleichaltrigen unterstützen können. So können sie sich die in ihrem Alter notwendigen Fertigkeiten aneignen und eine positive Entwicklung machen.“ Die neue Fortbildung basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie soll auch evaluiert werden, um nachzuweisen, dass die Schulung der Erzieher tatsächlich die angestrebten Ziele bei den Kindern erreicht.

Bei seinem Besuch im AWO Familienzenztrum Brückenstraße in Gelsenkirchen malte Justizministers Heiko Maas zusammen mit Kindern Koboldfiguren der Geschichte "Paula und die KIstenkobolde" aus. Anschließend nahm er an einem Expertengespräch zu früher Prävention teil, bei dem die neue Fortbildung "Papilio Integration" vorgestellt wurde.

Die BARMER unterstützt die Umsetzung in Kitas und fördert als Präventionspartner die Fortbildungen in 15 Bundesländern. Interessenten an der Fortbildung „Papilio Integration“ können sich bei Papilio melden: info@papilio.de, 0821 4480 5670.

Für weitere Informationen:
Papilio e.V.
Andrea Finkel
Tel.: 0821 2426 302-23
E-Mail: medien@papilio.de

Papilio auf Facebook: http://www.facebook.com/PapilioeV 

Quelle: Pressemitteilung Papilio e.V.

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Kommentare (1)

  • Angelika Mauel:
    22.05.2017 um 13:52 Uhr

    Offen gestanden wäre es mir lieber, unsere Krankenkassen würden in unserem Sozialstaat alten Menschen keine Hüftoperationen mehr verweigern und denjenigen, die Inkontinenzhilfen benötigen, würden diese in ausreichender Anzahl bewilligt werden. Stattdessen lassen Krankenkassen Projektmaskottchen wie zum Beispiel das "Jolinchen" durch Kitas touren oder eben diese hölzernen Marionetten, deren Spiel mit den beliebten Stücken der Augsburger Puppenspiele nicht viel gemein hat, wenn man mal von dem Getrappel der Marionetten absieht.

    Nachdem ich bis auf die zuletzt erschienen Werke fast alle Arbeitsmaterialien von Papilio gelesen habe, finde ich es unbegreiflich, wie penetrant dieses Förderprogramm von Politikern, Krankenkassenvertretern und diversen "Wohltätern" gehätschelt wird. Schade, dass Erzieherinnen reihenweise von ihren Trägern zu Fortbildungen geschickt werden, die sie sich längst nicht immer selbst ausgesucht hätten.

    Antworten


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