Neue UNICEF-Studie: "Stilles Leid"
Im Jahr 2010 wurden aus den Staaten der Europäischen Union täglich über 600 Menschen in ihre Heimat abgeschoben oder zurückgeführt – darunter viele Kinder. Eine Vielzahl von Richtlinien sollen das Kindeswohl, die Achtung familiärer Bindungen und die Gesundheit der Kinder sicherstellen. Doch in der Praxis werden diese Grundsätze oft nicht ausreichend beachtet.
Im Auftrag von UNICEF hat ein Forscherteam erstmals die psychosozialen Auswirkungen von Abschiebungen und Rückführungen auf Kinder untersucht. Hierzu wurden Mädchen und Jungen sowie ihre Familien untersucht, die 2010 aus Deutschland und Österreich in den Kosovo zurückgebracht wurden. Ein sehr hoher Anteil der Kinder leidet an klinisch nachweisbaren Problemen wie Depressionen, Verhaltensänderungen und posttraumatischen Belastungsstörungen. Die Symptome werden durch Armut, Diskriminierung und Isolation im Kosovo zusätzlich verstärkt.
Sie können die Studie herunterladen unter http://www.unicef.de/projekte/themen/kinderrechte/roma-kinder-aus-dem-kosovo/unicef-studie-stilles-leid

