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mehrere Kinder

Schwerpunktthema Verhaltensauffälligkeiten in Frühe Bildung

Hilde von Balluseck

07.05.2013 Kommentare (0)

Das neue Heft enthält zwei Schwerpunktbeiträge zum Thema Verhaltensauffälligkeiten im Kindesalter. Der erste Beitrag ist eine „Überblicksstudie zur pädagogischen Arbeit mit Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten in Kindertageseinrichtungen. Die Zusammenfassung finden Sie hier:

Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten stellen für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen eine besondere Heraus- und manchmal Überforderung dar. Es gibt so gut wie keine empirischen Studien und evaluierten Konzepte, auf die sie in der pädagogischen Arbeit zurückgreifen könnten. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse einer Fragebogenbefragung unter pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen zur Arbeit mit Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten vorgestellt. Insgesamt wurden Fachkräfte, überwiegend Erzieherinnen1, aus 101 Kindertageseinrichtungen, in vier Bundesländern zu ihrem Konstrukt von Verhaltensauffälligkeiten, zum Erkennen derselben und zum pädagogischen Umgang mit Kindern (und deren Eltern), wenn eine solche Besonderheit beobachtet wurde, befragt. Darüber hinaus wurde der Unterstützungsbedarf der professionellen Fachkräfte erfragt. Es zeigte sich, dass zwar nur in der Minderheit der Einrichtungen Konzepte zur pädagogischen Arbeit mit Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten vorliegen, dass aber dennoch gezielte ‚Antworten‘ unter Einbezug der Eltern und in Kooperation mit anderen Diensten zu identifizieren sind. Darüber hinaus äußerten die Fachkräfte deutlichen Unterstützungsbedarf in Form von Weiterbildung, Supervision und verbesserten Rahmenbedingungen.

Der zweite Beitrag behandelt das Thema „‘Aufsuchende Psychoanalyse‘ in der Frühprävention. Klinische und extraklinisch-empirische Studien“. Die Zusammenfassung:

Anhand der Frankfurter Präventionsstudie und dem sich noch in Durchführung befindenden EVA Projekt (EVAluation zweier Frühpräventionsprojekte in Kindergärten in Stadtteilen mit erhöhter sozialer Problemlage) wird diskutiert, welcher spezifische Beitrag eine „aufsuchende Psychoanalyse“ im Bereich der interdisziplinär ausgerichteten Präventionsforschung leisten kann. In diesen Präventionsprojekten stellen klinisch erfahrene SupervisorInnen und TherapeutInnen den ErzieherInnen, aber auch den Eltern, in diesen Einrichtungen psychoanalytische Erfahrungen und Konzepte (z. B. im Umgang mit traumatisierten Kindern) zur Verfügung. Dabei ist der interdisziplinäre Dialog „auf Augenhöhe“ entscheidend, was auch in einem kurzen Exkurs in die Geschichte der psychoanalytischen Pädagogik erläutert wird. In der Frankfurter Präventionsstudie konnte die Wirkung des psychoanalytischen Präventionsprogramms nachgewiesen werden. Die Ergebnisse der EVA Studie stehen noch aus.

Ein weiterer Beitrag stellt die Informationen des Bildungsservers zum Schwerpunktthema dar.

Aus einem Forschungsprojekt wird zur alltagsintegrierten Förderung numerischer Kompetenzen im Kindergarten berichtet.

Xenia Roth bereichert die Diskussion in einem Artikel, der die Vorteile von QuereinsteigerInnen in Kitas aufzählt und begründet.

Buchbesprechungen runden das Heft ab.

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