mehrere Kinder

Statistisches Bundesamt: Zunahme der Hilfen zur Erziehung

02.12.2015 Kommentare (0)

Im Jahr 2014 hat für 531.500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland eine erzieherische Hilfe des Jugendamtes oder einer Erziehungsberatungsstelle begonnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 11.700 junge Menschen mehr als im Jahr 2013 (+ 2,3 Prozent). Eltern haben Anspruch auf Hilfe zur Erziehung, wenn sie eine dem Wohl des Kindes oder Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleisten können, die Hilfe aber für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist. Auch jungen Erwachsenen soll eine Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung und für die eigenverantwortliche Lebensführung gewährt werden, sofern dies die individuelle Lebenssituation notwendig macht. Den größten Anteil unter allen neu gewährten erzieherischen Hilfen hatte mit 64,5 Prozent die Erziehungsberatung: Knapp 312.000 junge Menschen waren im Jahr 2014 hiervon erstmals betroffen. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent an. Rund 60.000 Familien erhielten eine familienorientierte Hilfe, das waren 6,5 Prozent mehr als im Jahr 2013. Mit dieser Hilfeart wurden knapp 108.000 junge Menschen erreicht. Etwas häufiger als im Vorjahr wurden junge Menschen, die eine Hilfe zur Erziehung neu in Anspruch nahmen, außerhalb des Elternhauses untergebracht. Für 55.800 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene begann eine Vollzeitpflege in einer anderen Familie, eine Heimerziehung oder eine Unterbringung in einer sonstigen betreuten Wohnform. Das waren rund 3.600 stationäre Hilfen mehr als im Jahr 2013. Fast die Hälfte (48 Prozent) der jungen Menschen, die in einem Heim oder einer Pflegefamilie untergebracht wurden, lebte zuvor mit einem alleinerziehenden Elternteil zusammen. Drei Viertel (19.600) dieser alleinerziehenden Elternteile lebten ganz oder teilweise von Transferleistungen, wie zum Beispiel Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch .

Weitere Informationen und Funktionen unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 27.11.2015

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