zwei U3 Kinder

Stellungnahme des isp zu Kampagnen gegen emanzipatorische sexuelle Bildung

18.12.2015 Kommentare (0)

Traditionalistische und rechtsgerichtete Gruppierungen führen seit mehreren Jahren eine Diffamierungskampagne gegen Personen und Institutionen, die sich in Theorie und Praxis mit den Themen sexuelle Selbstbestimmung und emanzipatorische Sexualpädagogik befassen – wie z. B. gegen das Institut für Sexualpädagogik, pro familia und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Die teilweise medial inszenierten Unterstellungen und Behauptungen entbehren sowohl jeder wissenschaftlichen Grundlage als auch der Kenntnis der fachspezifischen Diskussionen. Die Personen, Vereinigungen und Parteien, die aus dem rechtskonservativen und konservativ-religiösen Spektrum stammen, versuchen gezielt durch Panikmache, Lügen und übler Nachrede ihre reaktionären Vorstellungen zu Sexualität, Geschlechter"gerechtigkeit" und sexueller Bildung zu etablieren.

So wird beispielsweise der Einsatz einer reflektierten Sexualpädagogik im Kindergartenalter, die anerkanntermaßen ein wesentlicher Bestandteil einer frühzeitigen Prävention von sexuellem Missbrauch ist, von den Aktiven der Kampagne als „Frühsexualisierung" verunglimpft. Dazu werden Horrorszenarien entwickelt, wonach Kindern altersunangemessene Informationen aufgezwungen und sie zu körperlichen Erkundungen ihrer selbst oder Gleichaltriger gedrängt würden.

Da sich die Diffamierungskampagne auch gegen das Institut für Sexualpädagogik Dortmund (isp) richtet, hat der Wissenschaftliche Beirat des Instituts eine Stellungnahme verfasst, die die Hintergründe und sachlichen Zusammenhänge aufklärt.

Der Gesamttext steht unter https://www.isp-dortmund.de/downloadfiles/Stellungnahme%20des%20Wissenschaftlichen%20Beirats%20des%20isp_1449823412.pdf

Quelle: Presseinformation des Instituts für Sexualpädagogik vom 15.12.2015

Ihre Meinung ist gefragt!

Kommentar schreiben




Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.


Bitte schreiben Sie freundlich und sachlich. Ihr Kommentar wird erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet.





Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Hinweise zum Datenschutz finden Sie im Impressum.