Stellungnahme zur Abschaffung des Kinderstartgelds
Die Bayerische Staatsregierung streicht das Kinderstartgeld, um die freiwerdenden Mittel in das Kita-System zu investieren.
Der Verband für Kita-Fachkräfte Bayern e.V. plädiert seit Jahren für mehr Investitionen in Kitas, um die Qualität der frühkindlichen Bildung zu stärken. Wir begrüßen es grundsätzlich sehr, dass die Herausforderungen der Kitas von der Bayerischen Staatsregierung ernst genommen werden und nun gehandelt wird.
Wir sind der Auffassung, dass jede Investition in unsere Kinder eine gute Investition ist. Aus diesem Grund hätten wir es bevorzugt, weiterhin sowohl die Familie selbst, als auch die Kitas finanziell zu fördern. Kinder und Familien sind unsere Zukunft und immer unterstützenswert, weshalb unserer Ansicht nach das eine das andere nicht zwangsläufig ausschließen muss.
Nun kommt es sehr auf die Ausgestaltung der Investitionen in den Kitas an. Dabei muss dringend und zeitnah geklärt werden, wie die freiwerdenden Mittel konkret eingesetzt werden. Wichtig ist, dass das Geld so verwendet wird, dass Eltern, Familien und Kinder wirklich davon profitieren. Das bedeutet, dass in die Qualität der Einrichtungen investiert werden muss und bspw. die Eltern hinsichtlich der Elternbeiträge entlastet werden müssen. In manchen Regionen gibt es derzeit erhebliche Erhöhungen der Beiträge, die ohne das Kinderstartgeld eine noch größere Belastung für Eltern bedeuten.
Höhere Investitionen in die Kitas sind wichtig und längst überfällig. Angesichts der rückläufigen Geburtenrate könnte sich in naher Zukunft die Chance bieten, dass wir endlich über genügend Ressourcen verfügen, um die Rahmenbedingungen in den Kitas nachhaltig zu verbessern.
Die Abschaffung des Kinderstartgelds kann nur dann eine positive Wirkung für alle Beteiligten entfalten, wenn am Ende tatsächlich mehr Qualität für die Kinder erreicht wird.
Quelle: Verband für Kita-Fachkräfte Bayern e.V.

