mehrere Kinder

Verband für Kita-Fachkräfte Bayern e.V. fordert Fortführung des Schulobstprogramms in vollem Umfang

06.07.2025 Kommentare (0)

Seit 2017 erhalten Schulen und Kindertagesstätten im Rahmen des EU-Schulobstprogramms regelmäßig gesunde Lebensmittel, um Kinder und Jugendliche frühzeitig an gesunde Ernährung heranzuführen. Das unbürokratische und wirkungsvolle Programm ist sehr erfolgreich und immer mehr Einrichtungen nehmen daran teil.

Seit Januar dieses Jahres wurde der Lieferumfang jedoch stark reduziert. Grund dafür sind die gestiegenen Preise und die wachsende Nachfrage, was dazu führt, dass die vorhandenen Haushaltsmittel nicht mehr ausreichen, um das Programm im gewohnten Umfang weiterzuführen.

Wir als Verband für Kita-Fachkräfte Bayern e.V. empfinden diese Entwicklung als sehr problematisch. Das Schulobstprogramm ist eine echte Bereicherung für jede Einrichtung und vor allem für die Kinder und Jugendlichen.

Es unterstützt die Einrichtungen dabei, ihren gesetzlichen Bildungsauftrag im Alltag umzusetzen. Und dieser Bildungsauftrag ist zentral, denn er hat unmittelbare Auswirkungen auf das Leben und die Zukunft von Kindern und Jugendlichen.

Im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan wird das sehr treffend beschrieben: „Wenn Kinder lernen, was gesunde Ernährung heißt, wie wichtig es ist, sich viel zu bewegen, Verantwortung für ihren Körper und ihre Gesundheit zu übernehmen, so schafft dies eine gute Basis. Viele Probleme der heutigen Gesellschaft bis weit ins Gesundheitswesen hinein rühren daher, dass es gerade an dieser Verantwortungsübernahme für sich selbst gemangelt hat.“

Das Schulobstprogramm setzt genau hier an: Es ermöglicht den Einrichtungen, Kinder an das Thema gesunde Ernährung im Alltag heranzuführen und ihnen wichtige Kompetenzen in Hinblick auf das Gesundheitsbewusstsein beizubringen. Durch die Lebensmittellieferungen lassen sich pädagogische Angebote wie das Kennenlernen, Zubereiten und gemeinsame Essen einer vielfältigen Lebensmittelauswahl einfacher und wirkungsvoller umsetzen.

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das Programm auch eine wichtige Unterstützung für einkommensschwächere Familien, die sich gesunde Lebensmittel oft nicht mehr leisten können. In diesem Sinne trägt das Schulobstprogramm konkret zur Chancengleichheit bei.

Das Programm ist deshalb so erfolgreich, weil es die Einrichtungen in ihrer Arbeit tatsächlich unterstützt und wir beobachten können, wie sehr Kinder und Jugendliche davon profitieren. Durch das Schulobstprogramm kann sichergestellt werden, dass alle Kinder in der wichtigen Wachstumsphase regelmäßig mit Vitaminen, Ballaststoffen und anderen wertvollen Nährstoffen versorgt werden, die positive Auswirkungen auf die Konzentration, die Lernfähigkeit und das allgemeine Wohlbefinden haben.

Der Verband für Kita-Fachkräfte Bayern e.V. befürwortet deshalb die Fortsetzung des Programms im bisherigen Umfang ausdrücklich und unterstützen die Petition des Verbands Ökokiste e. V. „EU- Schulprogramm: Mehr Bio-Power für unsere Kids“. 

 

Wir appellieren an das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, die dafür notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen.


Quelle: Verband Kita-Fachkräfte Bayern e.V.


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