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zwei U3 Kinder

Wann ist ein Kind verhaltensauffällig und was kann die Frühpädagogik leisten?

01.06.2011 Kommentare (5)

Erzieher und Erzieherinnen werden häufig mit Verhaltensweisen von Kindern konfrontiert, die sie nicht deuten können: Handelt es sich um das Verhalten im Rahmen einer „normalen“ Entwicklung, das man tolerieren sollte? Oder ist das Kind in seiner Entwicklung gefährdet? Und wann und wie sollte man mit den Eltern darüber sprechen?

Zwei ausgewiesene ExpertInnen aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie – Professor Dr. Jörg M. Fegert und Prof. Dr. Ute Ziegenhain, beide vom Universitätsklinikum Ulm - haben uns dazu ein Interview gegeben.

Ich hoffe, die fachkundigen Antworten unserer beiden ExpertInnen tragen zu einem bewussteren Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern bei und geben Ihnen Anregungen für die tägliche Praxis.

Herzlich Ihre
Hilde von Balluseck


 

ErzieherIn.de: Sie arbeiten beide schon jahrelang in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Wann sprechen Sie von Verhaltensauffälligkeiten, und wann von psychischer Krankheit?

Jörg M. Fegert: Es ist gut, dass Sie gleich mit einer Definitionsfrage einsteigen, denn davon hängt natürlich auch ab, über welche Häufigkeiten wir sprechen.Verhaltensauffälligkeiten werden meist als statistisch auffällige Abweichung von einer normalen Verhaltensdimension definiert. Das heißt, alle Kinder sind einmal traurig, alle Kinder können aufgedreht, unkonzentriert, aggressiv sein. Dies ist keine Verhaltensauffälligkeit sondern normales Verhalten. Wenn sich bestimmte Verhaltensweisen aber über längere Zeit konstant oder in besonders starker Ausprägung zeigen, dann kann man von einer Verhaltensauffälligkeit sprechen. Erfasst werden können solche Verhaltensauffälligkeiten mit Eltern, Erzieherinnen, und im Jugendalter (1). Durch das Ausfüllen von Fragebögen kann man das individuell beobachtete Verhalten bei einem Kind mit altersentsprechenden und geschlechtsspezifischen Normstichproben vergleichen und feststellen, ob das subjektiv als auffällig wahrgenommene Verhalten möglicher Weise oder ziemlich sicher von der Norm abweicht.

Diese Erfassung mit Fragebögen entspricht aber nicht der Diagnosestellung einer psychischen Krankheit. Dafür sind weltweit zwei große Diagnosemanuale gebräuchlich: Das diagnostische und statistische Manual DSM (2) und die von der Weltgesundheitsorganisation herausgegebene Internationale Klassifikation der Erkrankungen ICD, in ihrer derzeit 10. Revision, der ICD 10. Psychische Störungen, wie die psychiatrischen Erkrankungen dort genannt werden, werden in Deutschland auf der Basis der ICD 10 diagnostiziert. Dies hat auch sozialrechtliche Folgen, denn nur auf dieser Feststellungsbasis sind z. B. bei drohender seelischer Behinderung eines Kindes Eingliederungshilfen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (§ 35 a) durch das Jugendamt möglich.

ErzieherIn.de: Gibt es quantitative Veränderungen in der Zahl der psychisch belasteten Kinder? Wenn ja, worauf führen Sie diese Veränderungen zurück?

Ute Ziegenhain: Seit dem antiken Griechenland meint immer die jeweilige Erwachsenengeneration, dass die heutige Jugend so auffällig wie nie zuvor sei. Schaut man sich Vergleichsuntersuchungen mit Verhaltensfragebögen, wie z. B. der Child Behaviour Checklist über Jahrzehnte hinweg an, kann man eigentlich keine großen Veränderungen insgesamt feststellen.

Jörg M. Fegert: Dies gilt allerdings nicht so sehr für Diagnosen, weil bei der jeweiligen Neudefinition von Störungsbildern in den Klassifikationsmanualen bisweilen die Diagnoseschwellen abgesenkt wurden, wie z. B. bei der Weiterentwicklung des DSM (das diagnostische und statistische Manual für Störungen im Kindes- und Jugendalter) in Bezug auf die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung ADHS (oder ADHD in der englischen Literatur). Hier haben wir nach den neueren Kriterien, ähnlich wie beim frühkindlichen Autismus und bei den so genannten Autismusspektrumstörungen deutlich höhere Häufigkeitszahlen als früher. Dies liegt aber meines Erachtens nicht daran, dass sich die Wirklichkeit geändert hat, sondern vor allem daran, dass die Definitionsschwellen abgesenkt wurden. Dies muss nicht unbedingt negativ sein, weil es sozialrechtlich mehr Kindern Zugang zu unterschiedlichen Hilfen ermöglichst. Andererseits besteht aber auch kein Anlass zur Dramatisierung. Angesichts des demographischen Wandels wichtig scheint mir die Beobachtung zu sein, dass in Ländern, vor allem im Osten Deutschlands, wo die Kinderzahl rapide abnimmt, der proportionale Anteil der auffälligen Kinder steigt. Offensichtlich ist das Miteinander-Aufwachsen von möglichst vielen Kindern ein wichtiger, beschützender, protektiver Faktor für die psychische Entwicklung von Kindern.

Ute Ziegenhain: Der Kinder- und Jugend-Gesundheitssurvey des Robert-Koch-Instituts, also des ehemaligen Bundesgesundheitsamts, spricht von knapp 20% verhaltensauffälligen Kindern in Deutschland. Auch die Kinder- und Jugendberichtskommission des 13. Kinder- und Jugendberichts,(3)die sich speziell der Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen, Jugendhilfe und Erziehung gewidmet hat, geht davon aus, dass 1/5 aller Kinder in Deutschland Verhaltensauffälligkeiten haben und dass zwischen 5 und 10% der Kinder behandlungsbedürftige psychische Störungen haben.

ErzieherIn.de: Welche Rolle spielt nach Ihrer Erfahrung das Gefühl, arm zu sein, für die Entstehung psychischer Belastungen bei Kindern?

Jörg M. Fegert: Der schon erwähnte KIGGS Survey und viele andere Studien zeigen auch für Deutschland klare Zusammenhänge zwischen Armut und Gesundheit. Probleme in der Selbstpflege (Zahngesundheit, Essstörungen, insbesondere Adipositas) aber auch oppositionell-aggressives Verhalten und Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrome sind bei armen Kindern häufiger als in der Gesamtbevölkerung.

ErzieherIn.de: Haben Sie den Eindruck oder gibt es Forschungsergebnisse, inwieweit Kinder mit einem Migrationshintergrund, die gleichzeitig unteren Schichten angehören, von psychischen Belastungen betroffen sind?

Ute Ziegenhain: Auch hierüber gibt der KIGGS Survey Auskunft und natürlich kann man solche Belastungen feststellen. Allerdings ist viel besorgniserregender, dass Familien mit Migrationshintergrund deutlich seltener entsprechende Hilfen in Anspruch nehmen, so dass es hier im Sinne einer Prävention vor allem darauf ankommt, die Eltern zur rechtzeitigen Inanspruchnahme der in Deutschland zur Verfügung stehenden Hilfen zu motivieren. Jörg M. Fegert und ich haben in den letzten Jahren, zusammen mit unseren Mitarbeiterinnen, zahlreiche Projekte zu Frühen Hilfen in verschiedenen deutschen Bundesländern durchgeführt. In Ulm direkt, einer Stadt mit hohem Migrationsanteil, haben wir uns spezifisch im Rahmen des Projekts „SPATZ“ (siehe http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/kliniken/kinder-und-jugendpsychiatriepsychotherapie/home/forschung/spatz-projekt-ulm.html) dieser Frage des Zugangs zu Hilfen gewidmet. Vertrauenswürdige Institutionen, wie z. B. die Geburtsklinik, aber eben auch der Kindergarten, spielen eine zentrale Rolle bei der Wahrnehmung von möglichen Problemen und insbesondere bei der Motivation, frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Jörg M. Fegert: Hier können Erzieherinnen und die wenigen Erzieher die es derzeit gibt, insbesondere auch wenn sie über eine breite Kulturkompetenz verfügen und z. B. selbst einen Migrationshintergrund haben, eine ganz entscheidende Rolle spielen. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie hat durch ein ihr hinterlassenes Erbe die Chance bekommen, eine Stiftung für seelisch gesundes Aufwachsen zu gründen. Diese Stiftung heißt „Achtung Kinderseele“ (link: http://www.achtung-kinderseele.org/ und Link zu einem Artikel auf ErzieherIn.de)(4). Sie hat erkannt, dass seelisch gesund aufwachsen in Deutschland vor allem heißt, rechtzeitig entstehende Probleme zu erkennen und frühzeitig Hilfen und Unterstützung anzubieten. Hier sind Erzieherinnen und Erzieher die zentralen Personen in einer Brückenfunktion.

ErzieherIn.de: Können Sie zwei oder drei Beispiele von Verhaltensauffälligkeiten nennen, bei denen ErzieherInnen in der Kita besonders aufmerksam sein sollten, die also nicht in jedem Fall als „normale“ Entwicklung anzusehen sind?

Jörg M. Fegert: Nun, auf besonders aggressives Verhalten und motorische Unruhe etc. braucht nicht extra hingewiesen werden. Die Kinder, welche massiv andere in aggressiven Auseinandersetzungen verletzen, sind häufig Gegenstand der Aufmerksamkeit, führen auch zu Beschwerden von anderen Eltern und haben deshalb paradoxer Weise die Chance, relativ früh Hilfe zu bekommen.

Ute Ziegenhain: Emotional belastete Kinder, Kinder welche z. B. unter dem Eindruck häuslicher Konflikte oder einer Trennungssituation bedrückt sind und teilweise sogar Entwicklungsrückschritte machen, fallen viel weniger auf, weil sie irgendwie in der Gruppe mitlaufen. Sie bedürfen aber genauso der fachkundigen Unterstützung.

Jörg M. Fegert: Oder die Eltern brauchen Gesprächsangebote. Unschätzbar ist auch die Rolle der Erzieherinnen und Erzieher bei der Einschätzung von Auffälligkeiten in der Entwicklung. Sei es bei der Sprachentwicklung, der motorischen Entwicklung oder der Sauberkeitserziehung. In all diesen Fragen sind Eltern auch heutzutage deutlich mehr verunsichert als früher. Dies hat der wissenschaftliche Beirat in Familienfragen am Bundesfamilienministerium, dessen stellvertretender Vorsitzender ich bin, schon vor Jahren in seinem Erziehungsgutachten festgestellt ("Stärkung familialer Beziehungs- und Erziehungskompetenzen", Juventa Verlag Weinheim und München, 2005; http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationen,did=28318.html)

ErzieherIn.de: Verhaltensauffälligkeiten von Kindern können ein heikles Thema für Elterngespräche sein. Wie sollten ErzieherInnen sich dem Thema im Gespräch mit den Eltern nähern?

Ute Ziegenhain: Zunächst einmal ist Offenheit wichtig. Meistens dann, wenn man irgendwie spürt, dass es ein Problem geben könnte, scheut man sich besonders eine Gesprächssituation zu schaffen. Man sollte Eltern die Beobachtungen im kindlichen Verhalten schildern und sie fragen, ob sie Ähnliches in der häuslichen Umgebung auch beobachten.

Jörg M. Fegert: Wichtig ist auch einfach, Gelegenheit zum Sprechen zu geben, manchmal besonders verängstigte und unsichere Eltern auch zu bestärken und insgesamt Mut zu machen. Manche Eltern benötigen Begleitung bei einem Erstkontakt zum Hilfesystem. Auch hier können ErzieherInnen sehr unterstützend wirken, wenn dies der Dienstplan zulässt.

ErzieherIn.de: Nun gibt es ja für ErzieherInnen verschiedene Möglichkeiten, sich bei Fragen dieser Art über die angemessenste Vorgehensweise zu informieren. Wann sollte eine Erzieherin:

  • die Kita-Leitung einbeziehen,
  • das Jugendamt einbeziehen,
  • die Eltern zum Jugendamt schicken
  • den Eltern den Besuch einer kinderärztlichen Praxis anraten
  • den Eltern den Besuch einer kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis anraten?

Ute Ziegenhain: Ja, da sprechen Sie das Problem der Vernetzung an. Wir haben ja gemeinsam ein Vernetzungshandbuch Frühe Hilfen herausgegeben, welches kostenfrei beim Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (http://www.fruehehilfen.de/wissen/werkbuch-vernetzung/) heruntergeladen werden kann. Darin finden Erzieherinnen und Erzieher viele Hinweise, an wen sie sich im Einzelfall wenden können.

Bestimmte Dinge in Bezug auf den Kinderschutz sind gesetzlich geregelt in § 8 a Kinder- und Jugendhilfegesetz. Hier gibt es auch verbindliche Verträge zwischen den Trägern der freien Jugendhilfe und der öffentlichen Jugendhilfe, zum Umgang mit Verdachtsfällen. Dennoch besteht in der Praxis auch heute noch sehr viel Unsicherheit über die Schwelle, wann Kontakt mit dem Jugendamt aufgenommen werden sollte, wann Kontakt aufgenommen werden muss und mein Eindruck ist, dass oft zu lange gewartet wird bis man genügend Belege oder Beweise hat, während man im‚Vorfeld durch Unterstützung präventiv viel mehr hätte bewirken können. Man muss dazu wissen, dass man auch anonym beim Jugendamt um einen Rat nachfragen kann.

Jörg M. Fegert: Der Besuch der kinderärztlichen Praxis zu den regelmäßigen Untersuchungen ist immer anzuraten. Ich würde Erzieherinnen auch raten, mit den Eltern, wenn sie dies wollen, die Untersuchungshefte gemeinsam anzuschauen, weil gerade Familien aus bildungsfernen Schichten oder Familien mit Migrationshintergrund oft die Ergebnisse gar nicht interpretieren können und damit ein festgestellter Förderbedarf oft sehr spät umgesetzt wird. Eine Vorstellung bei einem Kinder- und Jugendpsychiater/einer Kinder- und Jugendpsychiaterin ist immer dann angezeigt, wenn schwere psychische Auffälligkeiten auftreten, wie Autismus, welcher sich sowohl in der massiven Störung des Sozialkontaktes wie in der sprachlichen Entwicklung, im stereotypen Spiel etc. unverkennbar zeigt als auch, wenn massive emotionale Belastungen stark aggressives oder hyperkinetisches Verhalten bewirken.

Oft kommen im Kindergartenalter solche Vorstellungen aber eher über Umwege zustande, d.h. Eltern schrecken häufig vor der Inanspruchnahme einer kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis zurück und gehen zunächst einmal, wenn überhaupt, zur Erziehungsberatungsstelle oder zur Kinderäztin/zum Kinderarzt.

ErzieherIn.de: Die Ausbildungspläne für Erzieherinnen sind sowohl an den Fachschulen wie auch an den Hochschulen voll mit Anforderungen an die zu entwickelnden Kompetenzen. Welches sind Ihrer Erfahrung nach die wichtigsten Kompetenzen, die frühpädagogische Fachkräfte in der Aus- oder Weiterbildung entwickeln sollten, um adäquat auf psychische Belastungen von Kindern zu reagieren?

Ute Ziegenhain: Diagnostische und kommunikative Kompetenzen. Meines Erachtens haben wir in den letzten Jahren sehr stark auf die Kompetenzsteigerung im Bereich frühe Bildung, Förderangebote etc. gelegt. Dabei ist klar, dass Bindung und Bildung in einem Gleichgewicht stehen. Nur emotional in einer Bindung aufgehobene Kinder sind frei in der Welt Dinge zu entdecken, Dinge zu explorieren. Deshalb ist diese emotionale Kompetenz, die Wahrnehmungskompetenz für Verhaltensauffälligkeiten und die Fähigkeit, mit Eltern darüber zu sprechen, aus meiner Sicht ein Kernkompetenzbereich, der auch in der Ausbildung stärker aufgegriffen werden sollte.

ErzieherIn.de: Was können frühpädagogische Fachkräfte, wenn sie gut ausgebildet sind, im besten Falle für Kinder mit psychischen Belastungen bewirken?

Jörg M. Fegert: Sie können eigentlich die idealen MittlerInnen in Bezug auf Prävention und Frühintervention sein. Nicht zuletzt deshalb hat die Stiftung „Achtung Kinderseele“ Kindergärten als eines ihrer Projekte ausgewählt und ist dort auf ein breites Echo gestoßen (Informationen unter http://www.achtung-kinderseele.org/paten/kita-patenprogramm). Denn heutzutage sind viele Fachkräfte und noch mehr Eltern verunsichert. Die guten Erfolgschancen von Beratung und Intervention in der frühen Kindheit machen solche Ansätze besonders lohnenswert und auch von der Prognose besonders erfreulich. Insofern sind frühpädagogische Fachkräfte die gut ausgebildet sind, zentral in einem Netzwerk „Frühe Hilfen, Frühe Unterstützung“. Sie stellen die Weichen in der Prävention psychischer Erkrankungen und können enorm dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland seelisch gesund aufwachsen und Kinder und Familien mit Problemen rechtzeitig Unterstützung bekommen.

ErzieherIn.de: Frau Professor Ziegenhain, Herr Professor Fegert, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Das Gespräch führte Hilde von Balluseck

Anmerkungen

(1) Bei Jugendlichen eignen sich Selbstreportfragebögen, wie z. B. die Child Behaviour Checklist (CBCL) von Achenbach oder der SDQ (Strength and Difficulties Questionnaire), der in der deutschen Gesundheitsuntersuchung, dem KIGGS Survey, verwendet wurde

(2) In der derzeit 4. Revision, DSM IV der Amerikanischen Psychiatrischen Fachgesellschaft, die vor allem in der englischsprachigen Literatur als Bezugsgröße genommen wird

(3) Unsere Interviewpartnerin Prof. Ute Ziegenhain war Mitglied dieser Kommission.

(4) Die Schirmherrin der Stiftung ist Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen. Dem Kuratorium dieser Stiftung, dessen Vorsitz Prof. Fegert innehat, gehören neben ihr und anderen Prominenten z. B. der Spitzenkoch Tim Raue an, der sich nicht zuletzt aufgrund seiner eigenen Schwierigkeiten in der Kindheit hier engagiert, der Schauspieler Benjamin Sadler sowie Fachvertreter und Experten aus unterschiedlichen Bereichen. Eines der ersten Projekte, welches der Stiftungsvorsitzende, Prof. Dr. Lehmkuhl aus Köln, bundesweit initiiert hat, ist ein Kita Patenprojekt, in dem Kinder- und Jugendpsychiaterinnen/-psychiater und –psychotherapeutinnen/-psychotherapeuten sich mit einzelnen Kitas und Kindergärten zusammentun um dort, zusammen mit den Erzieherinnen und den Eltern, Verständnis für frühe Prävention zu wecken.

Die GesprächspartnerInnen:

Jörg FegertProf. Dr. Jörg Fegert

Prof. Dr. Jörg Fegert ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychotherapie und Ärztlicher Direktor der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie der Universität Ulm. Weitere Funktionen (Auswahl): Stellvertretender Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Member of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry (AACAP), Leitung der Kommission Entwicklungspsychopharmakologie der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. Arbeitsschwerpunkte: Vernachlässigung, Misshandlung, Missbrauch, Frühe Hilfen, psychosomatische Störungen im Kindes- und Jugendalter, Migration, Verhältnis Jugendhilfe - Jugendpsychiatrie, andere sozialrechtliche Fragen, forensische Fragen, Psychopharmakologie, insbesondere Medikamentengabe an Kinder, Patientenbeteiligung und Informationsrechte von Kindern. Klinische Studien im speziellen Studiencenter.

Ute ZiegenhainProf. Dr. Ute Ziegenhain

Prof. Dr. Ute Ziegenhain ist Pädagogin und Entwicklungspsychologin und leitet die Sektion Pädagogik, Jugendhilfe, Bindungsforschung und Entwicklungspsychopathologie an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm. Sie war Mitglied der Kommission des 13. Kinder- und Jugendhilfeberichts der Bundesregierung und ist derzeit Mitglied des Bundesjugendkuratoriums. Ihre Arbeitsschwerpunkte: Klinische Bindungsforschung, Intervention, Frühe Hilfen und Kinderschutz sowie Versorgungsforschung im Frühbereich.

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Kommentare (5)

  • cicirelli gilda:
    03.05.2015 um 13:49 Uhr

    Guten Tag, mein Name ist Gilda Cicirelli. Ich habe mitte Mai ein Projekt über verhaltensauffällige Kinder im Kita: erkenn-verstehen und begleiten. Aber mit dem Bereich Begleiten finde ich sehr wenig Infos. Wenn Sie mich dabei unterstützen könnt, wäre ich Ihnen sehr Dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen

    Antworten

    1. Hilde von Balluseck:
      03.05.2015 um 17:00 Uhr

      Hallo Gilda,

      Sie können sich übers Netz und über öffentliche Bibliotheken informieren.
      Unsere Kapazitäten reichen für diese Art von Beratung nicht aus.

      Mit freundlichen Grüßen
      Hilde von Balluseck

      Antworten

  • Andrea Winkel:
    18.05.2018 um 17:30 Uhr

    Hallo mein Name ist Andrea Winkel und ich schreibe gerade an meiner pädagogischen Facharbeit. Ich hätte gerne gewusst, ob ich das Interview für meine Facharbeit in ausgedruckter Form benutzen darf natürlich mit Quellenangabe.
    Viele Grüße Andrea Winkel

    Antworten

    1. Lisa Jares:
      18.05.2018 um 20:03 Uhr

      Guten Tag Frau Winkel,
      gerne können Sie das Interview unter Angabe der Quelle nutzen.
      Mit freundlichen Grüßen
      L. Jares

      Antworten

  • Andrea Winkel:
    19.05.2018 um 09:13 Uhr

    Vielen Dank, das ich das Interview für meine Facharbeit benutzen darf . Viele Grüße Andrea Winkel

    Antworten


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