Warum die Gesundheit bei der Wahl des Schulranzens vorgehen sollte
Während sich die größeren Schulkinder und sicherlich auch ihre Lehrer mehr und mehr nach den wohlverdienten Sommerferien sehnen, fiebern die älteren Kindergartenkinder in Deutschland einem spannenden Ereignis entgegen: Der erste Schultag steht an!
Der Termin, der je nach Bundesland unterschiedlich ist und in den Zeitraum zwischen Ende August und Mitte September fällt, rückt jedoch schnell näher. Verantwortungsbewusste Eltern von ABC-Schützen, die ihre Schulkarriere beginnen, sollten sich von diesem Tag nicht überraschen und von der Aufregung nicht anstecken lassen.
Was ist die Wahl der Kinder?
Schließlich werden ihre Sprösslinge in der Regel den Rucksack in der Lieblingsfarbe oder die Büchertasche mit dem tollsten Motiv, seien es Prinzessin Lillifee, ein Fußball oder geheimnisvolle Planeten, auswählen. Und selbstverständlich soll dem kleinen Schulanfänger sein Tornister gefallen. Er wird ihn sonst nur widerwillig oder gar nicht mit in die Schule nehmen. Dennoch sind einige andere Faktoren wichtiger als das bloße Aussehen und Design der Schulranzen.
Gesundheitliche Risiken
Falls die Kinder nach dem Tragen ihrer Schultasche immer mehr jammern und sie schließlich gar nicht mehr aufziehen wollen, kann dies auch andere ernstzunehmende Gründe haben. Laut einem Ratgeber des Infoportals Gesundheit.de schleppen rund drei Viertel der Grundschüler schwerer an ihren Schulsachen, als es für ihr Alter und ihren Körperbau ratsam ist.
Insbesondere die kindliche Wirbelsäule, die während der Schulzeit in der Entwicklung begriffen ist, kann überlastet werden. Zunächst führt dies zu lokalen Schmerzen und Muskelverspannungen. Wenn jedoch Fehlhaltungen über einen längeren Zeitraum beibehalten werden, kann dies lebenslange Probleme – speziell im Nacken- und Rückenbereich – nach sich ziehen.
Wenn Kinder versuchen, die konstante Beschwerung einer Seite auszugleichen, verfallen sie in ein Hohlkreuz oder verbiegen sich der Länge nach. Darüber hinaus können Gelenkbeschwerden oder Verkrümmungen der Brustwirbelsäule entstehen, die sich kaum oder gar nicht mehr beseitigen lassen. Welche konkrete Abhilfe für diese Gesundheitsrisiken gibt es?
Konkrete Tipps: Fokus auf die Ergonomie legen
Zunächst ist es sinnvoll, einen hochwertigen Schulranzen zu kaufen. Die Modelle von Scout oder anderen namhaften Herstellern bieten dabei ergonomische Vorteile gegenüber Standardherstellern. Sie kommen letztlich günstiger, auch wenn Eltern zunächst eine höhere Investition tätigen müssen, denn sie halten deutlich länger. Zudem ist ihre Herstellung auch bezüglich der Besonderheiten der kindlichen Rückenmuskulatur durchdacht.
Eltern sollten darauf achten, dass die Trageriemen nicht viel dünner oder breiter als vier Zentimeter sind. Ansonsten kann der Rucksack oder der Schulranzen entweder einschneiden oder von den bei Kindern den schmalen Schultern des Kindes abrutschen. Die Rückenfläche der Tasche sollte gepolstert und atmungsaktiv sein. Außerdem ist eine Anpassung an die S-förmige Physis der Wirbelsäule von Vorteil, allerdings ist keine zu starke Konturierung zu empfehlen, da sich ein ABC-Schütze in einer Wachstumsphase befindet, in der sich alles verändert.
Packen und Tragen
Gerade am Anfang stopfen Schulneulinge ihren Rucksack mit allen möglichen und teilweise überflüssigen Sachen voll: das Kuscheltier, das Bilderbuch oder leere Brotdosen – alles fliegt im Ranzen herum. Die Eltern sollten hier ein Auge auf das Packverhalten haben.
Die schwersten Dinge, etwa Schulbücher, sollten möglichst nahe am Rücken platziert werden. Kleinere und leichtere Dinge können an die Seiten. Der Schulrucksack sollte niemals länger einseitig oder am Griff getragen werden, sondern am besten mit seiner Oberkante oben mit den Schultern abschließen, also auch nicht zu tief hängen. Trolleys sind übrigens nicht geeignet.
Abschließende Hinweise
Eltern können sich bei der Auswahl eines sicheren Rucksacks oder einer sicheren Büchertasche auch auf die Norm DIN 58124 verlassen. Dieser Standard garantiert, dass der Tornister bis zu einem gewissen Grad wasserfest und mit fluoreszierendem und reflektierendem Material bedeckt ist. So können Kinder sich auf dem Schulweg sicherer fühlen und in ihr Abenteuer Grundschule starten.

