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Weiterbildung zur Fachkraft für Reggio-Pädagogik mit angesehenen ReferentInnen

Basierend auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Entwicklungspsychologie und Neurobiologie werden Kinder heute als kompetente Gestalter ihrer eigenen Bildungsprozesse verstanden, die sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinandersetzen und sich die Welt zu eigen machen.

Diese frühkindlichen Bildungsprozesse stehen seit langem im Fokus bildungspolitischer Bemühungen. Die Reggio-Pädagogik bietet in diesem Zusammenhang ein äußerst zukunftsweisendes Konzept, das Kinder ermutigt, selbst aktiv zu werden und ihre Welt zu entdecken. Es ist nicht verwunderlich, dass Inhalte und Methoden der Reggio-Pädagogik – eine äußerst innovative Form der Elementarpädagogik - in aktuellen Fachzeitschriften ihren festen Platz einnehmen. Die Erziehung im Kindergarten nach den Grundsätzen der Reggio-Pädagogik ist keine Erziehung zu bestimmten Fähigkeiten und Fertigkeiten durch zielorientierte Fördermaßnahmen. Vielmehr begleitet sie Kinder auf ihren Wegen des Forschens und Lernens. Die Kinder erfahren, wie und wo sie sich die benötigten Informationen beschaffen können. Sie entwickeln sich dabei zu selbstständig denkenden und handelnden Menschen, die durch Neugier und Entdeckungsfreude an Erfahrungen lernen, statt Wissen nur zu übernehmen. So sollen die Kinder nach der Reggio-Pädagogik beispielsweise auch eine Umgebung erfahren, die durch Struktur, Überschaubarkeit, Klarheit und Schönheit geprägt ist und die ihnen Ruhe und Konzentration vermittelt. Räume sollen eine Ordnung für Gegenstände schaffen, die Kinder als Aufgaben und Übungen erkennen sollen (Tassilo Knauf in www.Kindergartenpaedagogik.de). Die Reggio-Pädagogik gilt international als der konsequenteste und zugleich als ein besonders kindorientierter Ansatz zur Umsetzung des Bildungsauftrags in Kindertageseinrichtungen. Sie wurde nach einer Vorgeschichte in den 1960er Jahren entwickelt und hat seither die elementarpädagogische Landschaft in vielen Ländern geprägt.

Die entsprechende Beobachtung der kindlichen Entwicklungsprozesse und deren Dokumentation sind in den Bildungskonzepten vieler Bundesländer Forderung und Zielsetzung. Sie ergeben zusammen mit Fotos, Interviews und Kommentaren, Tagebüchern, Videoaufzeichnungen sowie kreativen Produkten der Kinder eine „Bildungsbiografie“ oder „Bildungsdokumentation“ und sind notwendig, um Kinder und ihre Lernprozesse zu verstehen. Wie aber eine Untersuchung des Ministeriums für Bildung, Schleswig-Holstein gezeigt hat, finden Beobachtungen und die sich daran in konsequenter Weise anschließende Dokumentation kaum in systematischer Weise statt. Vielmehr handelt es sich eher um freie Beobachtungen mit handschriftlichen Notizen, die sporadisch nur zu besonderen Anlässen (Elterngespräche, Konflikt, Übergang in die Schule) und ohne systematische Auswertung durchgeführt wurden. Gezielte Beobachtungen waren da höchst selten zu finden. Genau die aber sind notwendig, um Bildungsprozesse genau wahrnehmen, beschreiben, dokumentieren und reflektieren zu können.

Als einer der größten Weiterbildungsanbieter für Elementarpädagogik in Norddeutschland konnte Pädiko für die Weiterbildungsreihe „Fachkraft für Reggio-Pädagogik“, die in Hamburg, Hannover und Kiel stattfindet, Prof. Dr. Tassilo Knauf gewinnen.

Tassilo Knauf, Pionier der Pädagogik früher Kindheit im deutschsprachigen Raum und Professor für Elementarerziehung und Primarstufenpädagogik wird einer der Referenten sein. In verschiedenen Praxisprojekten hat er in und mit Kindertageseinrichtungen Konzept- und Qualitätsentwicklungen durchgeführt. Die Verbreitung des Ansatzes der Reggio-Pädagogik hat er durch Veröffentlichungen in Deutschland maßgeblich vorangebracht.

Tassilo Knauf ist Mitbegründer und Vorsitzender des Vereins Dialog Reggio, der sich mit Ausstellungen, Veröffentlichungen und Fortbildungen für die Verbreitung der Reggio-Pädagogik in Deutschland einsetzt.

Neben Tassilo Knauf wird sich auch Christel van Dieken in die Garde der Referenten einreihen. Die Diplom- Psychologin ist als freiberufliche Bildungsreferentin tätig. Seit Jahren ist van Dieken Fachberaterin für Kindertagesstätten in Hamburg und verantwortliche Verfasserin für die Konzeption eines bilingualen Bildungshauses. Christel van Dieken leitet die „Lernwerkstatt“ und ist Autorin pädagogischer Fachpublikation u.a. im Verlag Herder.

Das Zertifikat „Fachkraft für Reggio-Pädagogik“ wird den Teilnehmern von der Universität Duisburg/Essen und der Ruhr Campus Academy (RCA) in Verbindung mit Dialog Reggio – Vereinigung zur Förderung der Reggio-Pädagogik in Deutschland e.V. und Pädiko e.V. verliehen.

Kontakt und Informationen:

Pädiko e. V.
Sachaustraße 4
24114 Kiel
Tel.: 0431-9826390
Fax: 0431-9826399
Internet: www.paediko.de

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Kommentare (6)

  • Birgitt Arndt-Krüger:
    14.02.2013 um 09:24 Uhr

    Guten morgen, ich habe Interesse an einer Reggio Fortbildung. Können Sie mir weitere Infomationen dazu geben? Danke!

    Antworten

  • Hilde von Balluseck:
    14.02.2013 um 18:47 Uhr

    Hallo Frau Krüger, die Antwort steht im obigen Artikel, in dem eine Reggio-Weiterbildung angeboten wird. Weitere Angebote finden Sie im Internet. Mit freundlichen Grüßen Hilde von Balluseck

    Antworten

  • U.Menzel:
    26.08.2013 um 14:35 Uhr

    Guten Tag, da wir unsere Einrichtung auf ReggioPädagogik umstellen wollen, brauchen wir eine intensive Fortbildung für das gesamte Team.Können sie mir in dem Punkt weiterhelfen? MfG Menzel

    Antworten

  • Hilde von Balluseck:
    26.08.2013 um 17:51 Uhr

    Hallo, Sie müssten im Netz suchen, wer eine solche Weiterbildung in Ihrem Umkreis anbietet. Uns liegt keine Übersicht vor. Mit freundlichen Grüßen Hilde von Balluseck

    Antworten

  • Nicole Kaiser:
    25.05.2014 um 22:43 Uhr

    Hallo , ich würde gerne eine Fortbildung zur Reggio Pädagogik machen. Können sie mir sagen, wo in meiner Umgebung eine stattfindet ? Ich komme aus der Nähe von Limburg an der Lahn ( Hessen ). Vielen Dank N.Kaiser

    Antworten

  • Hilde von Balluseck:
    27.05.2014 um 07:41 Uhr

    Hallo Frau Kaiser, mehr als in diesem Artikel steht, können Sie vielleicht übers Netz erfahren. Mit freundlichen Grüßen Hilde von Balluseck

    Antworten


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