Wie sie‘s machen, ist es falsch: Das böse Jugendamt
In der gestrigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung findet sich en Artikel, in dem schwer gegen das Jugendamt hergezogen wird. Der Vorwurf lautet, Jugendämter würden ohne Not Kinder aus der Familie nehmen und fremd unterbringen.
Ich will gar nicht leugnen, dass es solche Fälle gibt. Ob aber die in dem Artikel berichteten Fälle die ganze Wahrheit widergeben, kann man nicht wissen. Die dort aufgezählten Gründe klingen zu lächerlich. Anordnen kann nur ein Richter oder eine Richterin eine Herausnahme des Kindes. Dazu müssen die MitarbeiterInnen des Sozialpädagogischen Dienstes massive Verletzungen des Kindeswohls nachweisen. Der Artikel ist extrem polemisch.
Denn schauen wir uns mal die Schlagzeilen an, wenn ein Kind in der Familie durch Gewalt der Eltern zu Tode gekommen ist. Dann heißt es: Das Jugendamt hat seine Arbeit nicht ordentlich gemacht, das Kind hätte schon längst aus der Familie herausgenommen werden müssen, und so weiter und so weiter.
Das eigentliche Problem wird in beiden Fällen nicht benannt. Der Sozialpädagogische Dienst des Jugendamts, der das Kindeswohl in den Familien im Auge haben soll, ist in vielen Kommunen unterbesetzt. Die Wahrnehmung der Probleme in einer Familie, die Arbeit mit den Eltern, die Zusammenführung von Kindern mit ihren Eltern nach einem Aufenthalt im Heim - all dies sind hoch anspruchsvolle Tätigkeiten, die den MitarbeiterInnen ein gehöriges Maß an seelischer Kraft abverlangen. Und natürlich kann es zu Fehleinschätzungen kommen. Um sie zu vermeiden, bräuchte es Zeit für Teambesprechungen, Fortbildungen usw.
Das Bashing des Jugendamts - mal wegen eines zu schnellen, mal wegen eines zu späten Eingriffs in das Elternrecht - sollte man sich sparen und stattdessen die Sozialpädagogischen Dienste besser ausstatten.
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Kommentare (6)
Ich finde, das Jugendamt sollte für Fehler viel stärker bestraft werden.
Wenn im Umfeld und unter Beobachtung des Jugendamtes zum Beispiel stirbt, dann sollten die verantwortlichen Jugendamtmitarbeiter auch wegen Todschlag durch Unterlassung angeklagt werden... genauso bei häuslicher Gewalt wegen gemeinschaftlichem Kindesmissbrauch...
Und sie sollten im Nachhinein auch zur Verantwortung gezogen werden. Wenn das Jugendamt Fehler macht, treten die Wirkungen erst nach bis zu 20 Jahren auf und dann sind die Mitarbeiter schon nicht mehr im Dienst.
Da sollte man dann im Nachhinein, wenn Kinder irgendwann psychisch erkranken, auf der Straße landen oder ähnliches... und es nachgewiesen an den Jugendamtmitarbeitern lag, dass die Exmitarbeiter dann Schadensersatz an die Person leisten... im fünfstelligen Bereich wäre hier angemessen.
Ebenso sollte man die Jugendamtmitarbeiter auch bewerten können und die Bewertung dann in das Gehalt eingreift. Bei 5 Sternen im Monat gibt es 200% Gehalt, bei 4 Sternen 100% und bei 3 Sternen nur noch 50%, bei 2 Sternen nur noch 25% und bei 1 Stern 0%...
WARUM das alles?
Kinder sind unglaublich wertvoll und sie haben nur EINE Kindheit und die wirkt sich auf das ganze Leben aus.
Fehler seitens des Jugendamtes werden "nachbesprochen"... woran ich nicht glaube...
Warum sollten sie... Im Jugendamt gibt es keine Fehlerkultur.
Wenn Fehler geschehen, dann heißt es "Kein Kommentar".
Und manche Fehler sind fatal. Ein Beispiel? Meine eigene Tochter...
Es kommt im Haushalt meiner Exfrau und ihrem neuen Mann regelmäßig zu Polizeieinsätzen und sogar zu häuslicher Gewalt.
Woher ich das weiß? Das erzählt mir meine 4jährige Tochter und das erzählen mir die Nachbarn, die zufällig die neuen Schwiegereltern meiner Exfrau sind.
Die Kinder wurden auch schon in "Obhut" genommen. Sie blieben bei dem aggressiven neuen Ehemann meiner Exfrau. Diese wurde der Wohnung verwiesen.
Nach wenigen Tagen vertrugen sich die Beiden wieder und das hat dem Jugendamt gereicht.
Der neue Mann meiner Frau hat diese massiv bedroht und die Treppe heruntergeschubst.
Was sagte das Jugendamt? Das ist alles Hörensagen.
Meine Tochter möchte nicht zu ihrer Mutter, aber das ist dem Jugendamt auch egal.
Die zwei psychischen Gutachten, die sich negativ über meine Ex äußerten wurden ignoriert.
Die Meinung des JA? Die Mutter hat ein Recht auf ihre Tochter. Was meine Tochter will, ist egal.
Sie ist zu klein für eine eigene Meinung! Das im Gutachten steht, meine Tochter hätte zu mir ein wesentlich besseres Verhältnis zu mir und kein wirkliches Verhältnis zu ihrer Mutter hat, wurde auch ignoriert. Dass meine Ex schon 2 Mal für Erziehungsunfähig erklärt wurde und ihre älteste Tochter schon im Heim lebt, ist auch egal.
Dass meine Ex keinen Kontakt zu ihrer ältesten Tochter hat, da sie ihr nicht wichtig ist, ist auch egal.
Meine Ex ist damals abgehauen, zu ihrem jetzigen Mann und hat mir unsere 2jährige Tochter vorenthalten. Danach habe ICH Umgangsfahrten von Berlin nach Dresden gemacht, 2 Mal die Woche, mein Kind hinbringen und mein Kind abholen (hin und zurück jeweils 7 Stunden) und als ich dann selbst nach Dresden zog, um meine Tochter zu entlasten, hat es beim JA geheißen, ich hätte das nicht für mein Kind getan, da meine Ex mit Mann auf einem Dorf wohnt und ich hätte in dieses Dorf (400 Einwohner) ziehen sollen.
Meine Tochter ist nur bei mir gemeldet, geht aber dank des JA bei meiner Ex in die Kita.
Also bringe ich sie montags morgens in die Kita und hole sie Donnerstags aus der Kita ab und da fahre ich auch jewels 3 Stunden. (Bezahlen muss ich den Spaß selber)
Und meine Tochter möchte einfach nicht in die Kita und weint jedes eizelne Mal.
Die Kita gab an, dass sie bei meiner Ex, wenn diese sie bringt garnicht weint.
Sie beachtet ihre Mutter nicht.
Interessiert das alles das Jugendamt? Nein.
Original Aussage des Jugendamtes: "Sie haben doch immer zugestimmt, wenn es darum ging, ihr Kind zu bringen und zu holen."
"Wir sind nicht hier, für ihr Kind, sondern für die Kommunikation zwischen den Eltern."
Und da meine Ex überall angibt, meine Tochter wohne bei ihr, glaubt das auch jeder, obwohl es faktisch nicht stimmt! Sie gibt unserer Tochter auch eigenverantwortlich Medikamente, da sie keine Lust hat, vom Dorf zu einem Kinderarzt zu fahren.
Jetzt warten JA und Gericht, bis meine Tochter in die Schule kommt.
Was bis dahin geschieht, ist dem Amt vollkommen egal.
Und das alles hat System. Es ist nicht selten. Ich kenne mittlerweile viele Mütter und Väter die ähnliche Probleme haben.
Und es gibt dutzende weitere Fälle, die man garnicht lange suchen muss.
Da kommen dann die Kinder mit blauen Flecken und gebrochenen Knochen zur Mutter, diese stellt sich dann verständlicher Weise gegen den Umgang und wird dafür dann zu Ordnungshaft verdonnert und die Tochter kommt zum gewalttätigen Vater. Die Gewalt fällt irgendwann auf und das Kind kommt in Obhut. Der Vater bleibt frei. Die Mutter bleibt in Haft.
Solche Fälle gibt es zu Dutzenden und wenn wir das Jugendamt, beziehungsweise die Mitarbeiter nicht entsprechend gerichtlich zur Verantwortung zieht, wird das immer häufiger werden, denn weniger arbeiten ist einfacher und das Gehalt bleibt gleich und es hat keine Konsequenzen, wenn man schlecht arbeitet.
Bei einer Bestrafung werden sich die besagten Personen aber ändern müssen und besser arbeiten.
Es geht um die Zukunft von Kindern. Da sollten wir auch mit der vollen Härte des Rechtsstaates eingreifen und das schließt schlampig arbeitende Jugendamtmitarbeiter nun einmal ein!
Beim googeln findet man zig Fälle, in denen das JA falsch gehandelt hat.
Da braucht man nur einen Kindernamen eingeben und JA und schon werden einem Fälle mit Kinder solchen Namens vorgeschlagen.
Aber die Dunkelziffer ist VIEL größer. Es wird nur in Extremfällen berichtet, zB. wenn Kinder sterben oder verletzt werden, wenn es zu sexueller Gewalt kommt oder Kinder bei den Eltern bleiben wollen, aber abgeholt werden oder wenn Eltern unschuldig im Gefängnis landen.
Ich möchte nicht wissen, wie viel Kinder ein Jugendamtmitarbeiter in seiner Dienstzeit auf dem Gewissen hat, weil sie schlampig ermitteln und sich für unfehlbar halten.
Das muss sich ändern! Meine Vorschläge würden das ändern, denke ich!
https://ngk4family.org/materialien-und-informationen/
Bei ME/CFS und Long Covid kommt es häufig zu Fehleinschätzungen und KWG Meldungen bis hin zur Verdächtigung Münchhausen by Proxy. Die Kinder sind krank und Eltern müssen sich häufig gegen Fehldiagnosen, Psychologisierung und Stigmatisierung sowie womöglich irreversible gesundheitsschädliche Aktivierung wehren. Eine Einweisung in eine KJP kann fatale gesundheitliche Konsequenzen haben.
Es ist gut, wenn Jugendämter das Wohl des Kindes schützen. Hier besteht noch viel Aufklärungsbedarf für die korrekte Einschätzung der Situation zum Wohl des Kindes.
Würde das Jugendamt Entscheidungen zum Wohle des Kindes treffen wäre das ja auch in Ordnung aber es gibt zu viele Fälle, bei denen die Eltern ohne jeglichen Anhaltspunkt für unmündig erklärt werden oder wo das Kind für unmündig erklärt wird und seine Meinung gar nicht mehr gefragt wird. Das Jugendamt hat viel zu viel Macht in Situationen in denen es eigentlich nichts zu sagen hätte, weil es einfach ganz normale Familienauseinandersetzungen sind. Es ist grauenhaft, was das Jugendamt für Möglichkeiten hat bei Familien, die kerngesund sind und bei denen niemand irgendwie überreagiert oder sonstiges.
Man sollte sich mal den Fällen annehmen, wo die Kinder immer noch von den Familien getrennt werden oder teilweise im Psychiatrien stecken, ohne dass sie jeweils was falsches gemacht haben oder geschweige denn die Eltern.
Der Artikelschreiber hier scheint durchaus naiv. Kinder werden weggenommen, weil sich das Kind wohlfühlt, weil es im Gespräch mit der Richterin sagt, dass es ihm bei den Eltern gutgeht, u.a. auch, weil die Eltern dessen Willen achten.
Ohne jeglichen Anhaltspunkt interpretiert dann eine solche widerliche Richterin bei aktiver Daraufhinwirkung der Mitarbeiterin des Jugendamtes in diese ausschließlich positive Aussage des Kindes hinein, dass das Kind Sorgerechtsentscheidungen übernehmen könne und dass dies Kindeswohlgefährdung durch die Eltern wäre. Konsequenz: Sorgerecht und Umgang weg. So geschehen in Dresden, Jugendamt Loschwitz: Sachbearbeiterin Anja Stabenow. Richterin am Amtsgericht -Familiengericht: Maria Seitz.
Solche Jugendamtsmitarbeiter und Richter lassen Erinnerungen an KZ-Aufseher wach werden, die tags Menschen kaltblütig ermordet haben und abends in der Villa nebenan Liebe geheuchelt haben, da jeder Mensch weiß, dass die Umdeutung einer solchen Aussage des Kindes Missbrauch dieser Aussage des Kindes, de facto bewusster Kindesmissbrauch ist.
Widerlich. Dass Richter wie Maria Seitz und Jugendamtsmitarbeiter wie Anja Stabenow und Kenntnis habende Vorgesetzte im Jugendamt Dresden Loschwitz nicht auf der Anklagebank landen, sagt viel darüber aus, wie menschenverachtend in Deutschland bzw. Dresden immer noch agiert wird.
Obiger Artikel ist von infantiler Naivität des guten Staates geprägt.
Das Jugendamt hier in der Oberpfalz , beschuldigen Pflegeväter falsch , bezahlen weder Pflegegeld noch Kindergeld . Sie ziehen Pflegeväter vor Gericht ohne Beweise kinder werden dazu genötigt , trotz psychischen Krankheiten einen Meineid vor Gericht zu schwören nur weil fachliche Fehler vertuscht werden sollen . Ich kämpfe jetzt 7 Jahre . Werde polizeilich verfolgt zu Unrecht verurteilt usw . Kann keine Anzeigen machen usw . Man fragt sich wo ist hier die Wahrheit Jugendämter .
Es ist wahr , daß Jugendamt kümmert sich meist nur um lächerliche Sachen und da wo es nötig wäre kommt keine sau ...es stimmt auch das sie einfach kinder aus den Familien holen obwohl nichts los ist ... das Problem ist , das zb.. Schulen, Kindergarten und Co mehr geglaubt wird wie den Familien und das ist ne Frechheit denn wenn die einen nicht mögen hat man verloren ... alles schon selbst miterlebt , nicht bei mir selber ... oder das Jugendamt kommt zu einem nach Hause und wollen i nerhalb von 5 min erzählen wie das läuft ?? Ich selber muß meinem Kind beibringen bloß niemanden was von zuhause zu erzählen, damit das vielleicht ja nicht falsch verstanden werden könnte ... Ich sage ihr immer , traue niemanden ...
Traut bloß nicht dem Jugenamt , wenn ihr Hilfe braucht holt euch die woanders nur nicht da