mehrere Kinder

Willkommensklassen und "Heim-Schulen". Was Berlin sich einfallen lässt, damit Flüchtlingskinder die Schule besuchen können

Redaktion

28.09.2015 Kommentare (0)

Willkommensklassen - das sind Klassen, in denen Flüchtlingskinder zunächst mal Deutsch lernen können, um anschließend in einer Regelklasse mitkommen zu können. Wie LehrerInnen mit dieser Herausforderung umgehen, beschreibt ein Interview in der taz.  Es bleiben aber Probleme, wie die Lehrerin Silke Donath in diesem Interview beschreibt:

"Das Problem ist: Was passiert mit den Kindern, wenn sie so weit sind, dass sie in eine Regelklasse gehen könnten? Wo kommen plötzlich die freien Plätze her? Und gut ausgebildete Lehrer? Um unser System an der Schule zu erweitern, machen wir ab der neunten, zehnten und bald auch ab der achten Klasse jeweils eine neue Klasse auf, die diesen Kindern vorbehalten ist... Sie haben einzelne Fächer wie Mathe oder Englisch in Kursen mit Schülern aus anderen Klassen. ... Aber in Deutsch und Geschichte haben sie Unterricht im Klassenverband. Das ist auch ein Vorteil. So können wir an diese Kurse gleich eine Sprachförderung koppeln und mit zwei Lehrkräften arbeiten."

Aber es gibt zu wenig Platz in den Regelschulen. Die Schulen bemühen sich zwar, Räume bereitzustellen, aber manchmal geht es schlichtweg nicht. Deswegen kommen in einem Bezirk die Lehrkräfte in das Asylbewerberheim, in dem die Kinder leben. Damit fällt der Kontakt mit deutschsprachigen Kindern praktisch weg. Es bleibt die Zielsetzung, die Kinder in eine reguläre Schule gehen zu lassen.

Problematisch ist es, wenn Kinder, die ohnehin sehr viel Brüche in ihrem Leben zu verarbeiten haben, mit ihren Eltern von einem Heim zu einem anderen umziehen müssen und dann auch wieder die Schule wechseln. Das ist eigentlich gerade für diese Kinder zuviel. Dazu mehr in der taz unter http://taz.de/Fluechtlingskinder-in-Berlin/!5232830/.

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