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Wunschzettelcheck: Welche Medien unterm Weihnachtsbaum?

08.12.2017 Kommentare (0)

Zu Weihnachten steht bei zahlreichen Kindern und Jugendlichen ein Smartphone, Tablet oder eine Konsole auf dem Wunschzettel. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“, der Medienratgeber für Familien, gibt Tipps, welche Mediengeschenke für welches Alter geeignet sind.

„Kinder bis etwa sechs Jahren benötigen noch keine eigenen Mediengeräte, sondern können die der Eltern oder Geschwister nutzen“, rät SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. „Eltern mit älteren Kindern können anhand von Familiengeräten oder einer Beratung im Fachgeschäft prüfen, ob Tablet, Smartphone & Co. wirklich zu den Fähigkeiten des Kindes passen und wie sie diese altersgerecht einrichten können.“ Ratsam sind Vereinbarungen zu Spielzeiten, Datenschutz sowie zum sicheren Surfen. Auf mediennutzungsvertrag.de von „Internet ABC“ können Familien solche Vereinbarungen selbst erstellen und ausdrucken. Netzregeln finden Eltern auf surfen-ohne-risiko.net/netzregeln.

  1. Altersgerecht schenken
  • Ab drei Jahren eignen sich Bilderbücher, Hörspiele oder altersgerechte Filme bis 30 Minuten. 
  • Ab sechs Jahren machen Apps und Bücher zum Lesen lernen, altersgemäße Kinderfilme sowie Computer- oder Konsolenspiele Sinn, die sich gemeinsam schauen oder spielen lassen. 
  • Ab neun Jahren sind Smartphones und Spielekonsolen mit altersgerechten Spielen sowie deaktiviertem Internetzugang und aktivierten Sicherheitseinstellungen die richtige Geschenkidee.
  • Ab zwölf Jahren empfehlen sich Smartphones, Tablets, Laptops und Konsolen, wenn Kinder schon etwas Surferfahrung haben und wesentliche Sicherheitsregeln kennen und sich daran halten. 
  1. Alterskennzeichnung beachten

Wichtig ist die Beachtung der Altersfreigabe, die auf den Verpackungen der Produkte steht. Alterskennzeichnungen bieten zum Beispiel die Freiwillige Selbstkontrolle Filmwirtschaft (FSK) bei Filmen sowie die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) bei Computerspielen. Pädagogische Empfehlungen stellen diese Alterskennzeichnungen allerdings nicht dar. Inhaltliche Empfehlungen finden Eltern auf Plattformen wie flimmo (www.flimmo.de), Kinderfilmwelt (www.kinderfilmwelt.de), Klick-Tipps (www.klick-tipps.net ), dem Spieleratgeber NRW ( www.spieleratgeber-nrw.de/) und der Datenbank „Apps für Kinder“ des Deutschen Jugendinstituts (www.dji.de) sowie in der Broschüre des Initiativbüros „Gutes Aufwachsen mit Medien“ ( www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/spiel--und-lernsoftware---band-26/113944 ). Hier werden Filme, Sendungen sowie Online-Spiele und Apps in Bezug auf die Eignung und Attraktivität für Kinder inhaltlich bewertet.

  1. Andere Schenkende informieren

Eltern können auch andere Schenkende wie die Großeltern dafür sensibilisieren, welche Geschenke geeignet sind und auf Altersfreigaben oder Empfehlungsportale hinweisen.

  1. Mediengeschenke gemeinsam nutzen

Weihnachtspräsente sind ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie, wenn sie die neuen Geräte gemeinsam entdeckt, Filme zusammen anschaut oder Spiele ausprobiert. 

  1. Sicher surfen auf neuen Geräten

Entscheiden sich Eltern für ein internetfähiges Gerät, vereinbaren sie am besten wichtige Regeln gemeinsam. Dazu sprechen sie mit ihrem Kind darüber, wie es seine Daten schützt, sicher chattet, was Urheberrechte sind und wie es diese wahrt und dass es sich bei Problemen an sie wendet. Ratsam ist, dass Eltern Sicherheitseinstellungen aktivieren. Anmeldungen auf Internetseiten oder die Installation von neuen Programmen sind Elternsache. Ein Prepaid-Vertrag oder ein Tarif mit Kosten-Airbag helfen, laufende Kosten im Blick zu haben.

Eltern finden auf www.schau-hin.info konkrete Hinweise zu Sicherheitseinstellungen und Jugendschutzprogrammen (schau-hin.info/sicherheit). 

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Quelle: Pressemitteilung SCHAU HIN!

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